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Wirtschaft

Bertelsmann prüft Buchclub-Geschäft

Der Medienkonzern Bertelsmann überlegt, seine Wurzeln zu kappen: Laut Medienberichten plane Bertelsmann, sich von seinen Buchclubs zu trennen. Der Konzern kommentierte das als Spekulation.

Die Bertelsmann-Konzernzentrale in Gütersloh. Quelle: AP

Will sich Bertelsmann von seinem einstigen Kerngeschäft trennen - den Buchclubs?

Die Buchclubs in Deutschland, England, Österreich und der Schweiz seien völlig defizitär, beschreibt die "Financial Times Deutschland" in ihrer Ausgabe vom Dienstag die Konzern-Situation und beruft sich auf Informationen aus der Bertelsmann-Zentrale. Daher sei es schwierig, Käufer für das europäische Buchclubgeschäft zu finden.

Die französische Zeitung "Le Figaro" meldete, Bertelsmann wolle sich auch von den Buchclubs in Spanien, Frankreich und in der Ukraine trennen, allein in Frankreich erwarte das Unternehmen einen Erlös von bis zu 300 Millionen Euro.

Reine Spekulation?

Im Gespräch mit DW-WORLD.DE bewertete Bertelsmann diese Informationen als "reine Spekulation", die nicht kommentiert würden. Es sei lediglich Anfang des Jahres eine "strategische Überprüfung" der europäischen Buchclubs eingeleitet worden, "mit offenem Ergebnis", so ein Sprecher.

Bereits im März hatte Bertelsmann die Buchclubs in Nordamerika zum Verkauf gestellt. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" zitierte am Montag den Bertelsmann-Vorstandschef Hartmut Ostrowski mit den Worten: "Die Buchclubs haben Marktanteile verloren und wir machen uns Gedanken, wie’s weitergeht."

Bertelsmann betreibt seit den 1950er-Jahren Buchclubs in ganz Europa und hat das Geschäft mittlerweile auf mehr als 800 Filialen in 21 Ländern ausgebaut. Buchclub-Mitglieder verpflichten sich, regelmäßig Bücher zu kaufen, diese kosten im Club weniger als in normalen Buchläden. 2007 waren rund 15.000 Mitarbeiter in diesem Konzernbereich bei Bertelsmann beschäftigt. Was bei einem möglichen Verkauf mit den Mitarbeitern geschehe, kommentierte das Unternehmen nicht.

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