1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

Bersani führt Italiens Linke

3. Dezember 2012

Der Generalsekretär der italienischen Linkspartei Luigi Bersani wird Spitzenkandidat des Linksbündnisses für die Wahl 2013. Damit hat er Chancen, nächster Ministerpräsident Italiens zu werden.

https://p.dw.com/p/16uYx
Luigi Bersani (Foto: afp)
Bild: ANDREAS SOLARO/AFP/Getty Images

Italiens Linke geht mit Luigi Bersani als Spitzenkandidat in die Parlamentswahl im Frühjahr 2013. In einer Urwahl setzte sich der 61-jährige Vorsitzende der Linkspartei (Partito Democratico) gegen den Bürgermeister von Florenz, Matteo Renzi, durch. Bersani kam auf 61,5 Prozent der Stimmen, Renzi auf 38,5 Prozent.

Stärkste politische Kraft

Das Mitte-Links-Bündnis könnte laut Umfragen auf rund 30 Prozent der Stimmen kommen. Es liegt damit weit vor allen anderen Parteien. Findet es dann noch einen Koalitionspartner, dann könnte Bersani den gegenwärtigen Ministerpräsidenten Mario Monti als Regierungschef ablösen.

Bersani stammt aus einfachen Verhältnissen, ist studierter Philosoph und hat eine kommunistische Vergangenheit. Er war Regionalpräsident in Norditalien und zwischen 1996 und 2008 in drei Mitte-Links-Regierungen Minister für Industrie, Transport sowie Wirtschaft. Im Oktober 2009 wurde er Chef der Linkspartei.

Verschuldet und in der Rezession

Die Parlamentswahl findet im März oder April statt. Es ist die erste Wahl, seit Mario Monti nach dem Rücktritt von Silvio Berlusconi eine Übergangsregierung aus Technokraten gebildet hat. Monti kämpft seitdem mit harten Sparmaßnahmen gegen die Staatsverschuldung.

Für den nächsten Ministerpräsidenten wird die Arbeit nicht einfach werden. Laut Nationaler Statistikbehörde wird die italienische Wirtschaft 2012 um 2,4 Prozent schrumpfen. Für 2013 wird mit einem Minus von 0,2 Prozent gerechnet.

det/gd (dapd, dpa, rtr)