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Kultur

Berliner Siedlungen der 20er Jahre bald UNESCO-Welterbe?

Berliner Siedlungen aus den 20er Jahre sollen Welterbe der UNESCO werden. Dieses Anliegen hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am Dienstag bekräftigt. Anlass war eine Ausstellung im Bauhaus-Archiv, in der bis zum 8. Oktober diese Siedlungen vorgestellt werden. In den 20er Jahren engagierten sich nahezu alle modernen Architekten im Bereich des Siedlungsbaus, darunter Größen wie Walter Gropius, Hans Scharoun und Bruno Taut. Unter den sechs Berliner Siedlungen, die UNESCO-Welterbe werden sollen, sind die Hufeisensiedlung Britz und die Siemensstadt.

In der Weimarer Republik wurde ein damals in Europa einzigartiges Wohnungsbauprogramm ins Leben gerufen, das das Versprechen der demokratischen Verfassung einlösen sollte, "jedem Deutschen eine menschenwürdige Wohnung" als Grundrecht zu garantieren. Die modernen Siedlungen entstanden bevorzugt auf preisgünstigem Land am Rande der Städte, aber in der Nähe von öffentlichen Nahverkehrsmitteln. Laut Senatsverwaltung wird zunächst entschieden, welche Stätten Deutschland bei der UNESCO einreichen soll.