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Kultur

Berliner Mahnmale sollen offene Orte bleiben

Auch nach den jüngsten Schändungen sollen die Berliner Mahnmale nahe dem Brandenburger Tor offene Gedenkorte bleiben und ohne Videokameras auskommen. Das kündigte Kulturstaatssekretär André Schmitz am Montag (1.9.2008) an. Die Schändungen des Homosexuellen-Mahnmals und des Holocaust-Mahnmals seien "ein Ausdruck menschenverachtender Gesinnung", erklärte Schmitz. Es habe jedoch seit der Eröffnung des von Peter Eisenman entworfenen Stelenfeldes 2005 nicht die befürchteten massiven Attacken gegeben. Es seien lediglich 15 Vorfälle gezählt worden.

Unbekannte hatten kürzlich sieben Betonstelen mit Hakenkreuzen beschmiert. Am benachbarten Schwulen-Mahnmal wurde ein Sichtfenster für die Videosequenz mit zwei sich küssenden Männern zerstört. Schmitz sagte, es werde "sehr sensibel" verfolgt, wie es an den Mahnmalen weiter geht. Kameras und eine demonstrative Polizeipräsenz sind demnach aber nicht geplant. Für die Denkmalsstiftung ist ein privater Wachdienst im Einsatz.