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Aktuell Kultur

Berliner Karneval der Kulturen bei schweißtreibenden Temperaturen

Federn, Pailletten, schrille und bunte Accessoires: Das ist der jährliche Karneval der Kulturen in Berlin. Traditionell gibt es viel Sambamusik - und kurz vor der Fußball-WM in Brasilien auch Kritik am Sportereignis.

Es war so heiß wie selten beim Karneval der Kulturen. Dennoch tanzten und feierten Hunderttausende Besucher des diesjährigen Karnevals der Kulturen ausgiebig auf den Straßen Berlins - zur Sommerhitze gab es passende brasilianische Rhythmen.

Den Auftakt im Berliner Stadtteil Neukölln machte die Sambaschule "Sapucaiu no Samba": Blickfänger der Gruppe war eine Tänzerin im farbenprächtigen Paradiesvogel-Kostüm mit meterweit ausgebreiteten Schwingen. Besonders originelle Auftritte und Kostüme werden nach dem Multikulti-Umzug prämiert.

82 Gruppen waren in diesem Jahr neun Stunden lang unterwegs. Etwa 5300 Akteure animierten die rund 700.000 Zuschauer. Im vergangenen Jahr waren es noch schätzungsweise 800.000 gewesen.

Samba, Samba - Fußball, Fußball

Brasilien stand in diesem Jahr besonders wegen der Fußball-Weltmeisterschaft im Fokus des Straßenspektakels. Mit schwarz-weiß glitzernden Pailletten-Kostümen und einem Fußball auf dem Kopf machten vor allem die Frauen der Gruppe "Amasonia" auf das Thema aufmerksam. Damit wollten sie nicht nur ihre Vorfreude auf das Turnier ausdrücken, sondern auch die Kosten der WM kritisieren und auf fehlende Gelder für Brasiliens Bildung und Infrastruktur hinweisen.

nis/kle (dpa, afp)