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Reise

Berliner Karl-Marx-Allee wird Rennstrecke

Am Wochenende steht der deutschen Hauptstadt ein Spektakel bevor: Die historische Karl-Marx-Allee in Berlins Mitte wird zur Rennstrecke der Formel E. Zu dem Ereignis werden 30.000 Besucher erwartet.

Wenn am Samstag, den 22. Mai, das erste Straßenrennen in Berlin seit 18 Jahren stattfindet, wird die Straße dafür ausnahmsweise frei von Abgasen sein. In der Hauptstadt gastiert mit der Formel E die weltweit erste rein elektrische Rennserie.

Auf einer 2,03 Kilometer langen Strecke zwischen Strausberger Platz und Alexanderplatz messen sich 20 Rennwagen miteinander. Damit findet erstmals seit dem letzten Tourenwagenrennen auf der legendären Avus im Jahr 1998 wieder ein Motorsportrennen auf Berlins Straßen statt.

Formel E Berlin Flughafen Berlin-Tempelhof Berlin

Formel E-Rennwagen 2015 auf dem Tempelhofer Feld

"Mit meinem Rennauto durch unsere Hauptstadt zu fahren, wird bestimmt ein ganz besonderes Gefühl sein. Die Vorfreude steigt von Tag zu Tag", sagt der deutsche Rennfahrer Daniel Abt.

8000 Tribünenplätze säumen die ehemalige Stalinallee: Bis 1989 diente die sechsspurige Straße inmitten sowjetischer Prachtbauten der DDR-Führung als Schauplatz für aufwändig inszenierte Paraden.

Die Formel E verzichtet auf ganz Verbrennungsmotoren, stattdessen entstammt alle Kraft einer Batterie, deren Energie von einem Elektromotor an die Hinterräder übertragen wird. Trotz im Vergleich zur Formel 1 bescheidener Kraft beschleunigen die Autos in knapp drei Sekunden auf 100 Stundenkilometer. Derart potent brauchen die Wagen keine volle Stunde, um den Kurs mit seinen elf Kurven 48 mal zu umrunden. Zwischendurch müssen die Fahrer allerdings ihr Auto tauschen, weil die Batterien nicht über die volle Distanz halten.

cd (dpa/ afp)