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Aktuell Deutschland

Berliner Kardinal Woelki wird neuer Erzbischof in Köln

Köln bekommt einen neuen Erzbischof und wieder einen Konservativen: den Berliner Kardinal Woelki. Er folgt auf Kardinal Meisner, der im Februar zurückgetreten war. Das Amt in dem bedeutenden Bistum war seitdem vakant.

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Christoph Strack zur Woelki Berufung

Damit werde der als konservativ geltende Rainer Maria Woelki in seine Heimatstadt zurückkehren, melden übereinstimmend der Westdeutsche Rundfunk, lokale Zeitungen und die Katholische Nachrichten-Agentur KNA unter Berufung auf klerikale Kreise.

Der frühere Kölner Weihbischof steht seit August 2011 an der Spitze des Hauptstadtbistums; 2012 machte ihn Papst Benedikt XVI. zum Kardinal. Zuvor war Woelki acht Jahre lang Kölner Weihbischof.

Woelki wurde 1956 in Köln geboren und 1985 zum Priester geweiht. Nach Kaplansjahren in Neuss und Ratingen sowie in der Militärseelsorge folgte 1990 die Ernennung zum Geheimsekretär von Kardinal Joachim Meisner.

2003 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof. Die Deutsche Bischofskonferenz wählte ihn zu ihrem Caritas-Bischof, der besonders für soziale Fragen zuständig ist. Im Februar 2012 nahm ihn Papst Benedikt XVI. in das Kardinalkollegium auf.

Größtes deutsches Bistum

Das Erzbistum Köln wollte die Ernennung zunächst nicht bestätigen. Man beteilige sich nicht an Spekulationen, sagte ein Sprecher des Bistums. Der Nachfolger von Kardinal Meisner werde vom Papst in Rom ernannt.

Das Erzbistum Köln ist mit rund 2,1 Millionen Katholiken die größte katholische Diözese in Deutschland. Sie umfasst Gebiete in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Seit dem Rücktritt von Meisner wird das Erzbistum übergangsweise von Prälat Stefan Heße geleitet. Über Meisners Nachfolge hatte es in den vergangenen Wochen heftige Spekulationen gegeben. Zum Favoritenkreis zählten neben Woelki auch die Bischöfe von Essen und Trier, Franz-Josef Overbeck und Stephan Ackermann.

gmf/sc (dpa, epd, kna, ARD)

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