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Kultur

Berliner Gastprofessur für Ai Weiwei

Mehr als eine Geste: Berlin und Ai Weiwei +++ Freude am Töten: Was Soldaten bewegt +++ Spektakuläre Fluchten: Ex-Wehrmachtsgefängnis als Museum +++ Türkisch! Oper kann das +++ Trinken in der DDR: Massenflucht mit Alkohol

Ein Demonstrant hängt am 17.04.11 während einer Protestaktion gegen die Inhaftierung des chinesischen Kuenstlers Ai Weiei vor der chinesischen Botschaft in Berlin ein Plakat mit einem Bild Ai Weiweis auf. (Foto: Michele Tantussi/dapd)

Von dem chinesischen Künstler Ai Weiwei fehlt seit dem 3. April jede Spur. Er war kurz nach Eröffnung der deutschen Ausstellung zur Kunst der Aufklärung in Peking verhaftet worden. Darum entbrannte in Deutschland eine Debatte über die Aufgaben der Kulturpolitik und die Solidarität mit Ai Weiwei. Vom 30. April an wird in Berlin eine geplante Ausstellung mit Arbeiten des Künstlers gezeigt – wenn auch ohne ihn. Nun wurde bekannt, dass Ai Weiwei als Gastprofessor an die Universität der Künste berufen werden soll. Wann er die allerdings antreten kann, ist völlig offen.

Freude am Töten: Erschreckende Einblicke in die Mentalität von Soldaten

Besprechungen zwischen deutschen und sowjetrussischen Offizieren in Lublin. Deutsche Soldaten besichtigen hier sowjetische Panzerspähwagen in Lublin. (http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_101I-013-0068-20A,_Polen,_Treffen_deutscher_und_sowjetischer_Soldaten.jpg) P.K.-Atl.2.10.39 [Herausgabedatum] fr. OKW. Extra information: Polenfeldzug, Lublin.- Zusammentreffen deutscher und sowjetischer Soldaten. Besichtigung sowjetischer Panzerspähwagen; PK 637 (Ost)

"Es ist mir ein Bedürfnis geworden, Bomben zu werfen. Das prickelt einem ordentlich, das ist ein feines Gefühl. Das ist ebenso schön wie einen abzuschießen." Dieses erschütternde Zitat ist im Buch "Soldaten – Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben" von Harald Welzer und Sönke Neitzel zu lesen. Es beruht auf Material, das noch nirgends gefunden und verwendet wurde: Abhörprotokolle von Wehrmachtssoldaten in Kriegsgefangenschaft. Daraus wurde nun die Basis einer Untersuchung zur Mentalität von Soldaten. Die Medien sprechen von einer Sensation.

Spektakuläre Fluchten: ehemaliges Wehrmachts-Gefängnis als Touristen-Attraktion

Schloss Colditz (Copyright Cornelia Kasten)

In England ist es berühmt-berüchtigt, in Deutschland kennt es kaum einer: Schloss Colditz in der Nähe von Leipzig. Die Anlage ist rund 1000 Jahre alt und diente während des Zweiten Weltkrieges der Wehrmacht als Gefängnis für alliierte Offiziere – der Bau galt als ausbruchssicher. War er aber nicht. Wegen seiner spektakulären Ausbruchsversuche schrieb Schloss Colditz Geschichte. Heute ist es eine Touristen-Attraktion.

Türkisch in der Oper: ein Berliner Integrationsprojekt

Kinder bei einem Musiktheaterpädagogikprojekt der Komischen Oper Berlin (Foto: Sönke Tollkühn / GEWOBAG Projektwoche 'Abenteuer Oper')

In Berlin leben Menschen aus zahllosen Nationen, darunter mehr als 300.000 Deutsch-Türken. Sie spielen zwar im Kulturleben eine Rolle – aber längst noch nicht in allen Bereichen. In den Opernhäusern der Stadt sieht man sie bisher fast nie. Das soll jetzt anders werden. Die Komische Oper startet - als erstes Opernhaus im deutschsprachigen Raum - ein Programm, das gezielt Menschen mit Migrationshintergrund als Publikum anspricht. Das Motto: "Türkisch! Oper kann das". Zu dem Angebot gehören schon jetzt Workshops für Kinder - und die sind begeistert.

Trinken in der DDR: Massenflucht in den Alkohol?

Glas Bier mit Zapfhahn

Wirft man einen Blick in die verflossene DDR, sollte man auch mal tief ins Glas schauen: Alkohol war dort die Droge Nummer eins. Ob Schlosser, Parteigenosse, Wissenschaftler oder Kirchenmann - jeder DDR-Bürger gab statistisch gesehen 381 Mark im Jahr für Alkohol aus, Kinder mitgerechnet. Damit kam die DDR auf einen Spitzenplatz in Europa. Das alles bringt eine neue Studie des Ethnologen Thomas Kochan ans Licht. Seine Untersuchung zeigt, wie stark Alltag, Wirtschaft, Politik und Kultur in der DDR um die Flasche kreisten.

Moderation: Aya Bach