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Deutschland

Berliner feiern 60 Jahre Luftbrücke

Mit einem Festakt haben die Berliner heute der Luftbrücke und dem Ende der Blockade vor 60 Jahren gedacht. Tausende Besucher kamen dazu auf den stillgelegten Flughafen Tempelhof.

britisches Musikcorps Berliner feiern Ende der Luftbrücke vor 60 Jahren Britisches Musikcorps vor dem Luftbrückendenkmal am früheren Berliner Flughafen Tempelhof. (Foto: dpa)

Vor dem Luftbrückendenkmal feierten die Berliner das Jubiläum

Unter den Besuchern waren am Dientag (12.05.2009) auch 120 amerikanische, französische und britische Veteranen. Tempelhof war die Heimatbasis der "Rosinenbomber", der Versorgungsflugzeuge der Alliierten.

Luftbrücke war "Akt der Solidarität"

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit legte einen Kranz auf dem Flughafen nieder. Er sagte, die Berliner empfänden heute noch tiefe Dankbarkeit für die Menschen, die sich an dem "Akt der Solidarität" für die eingeschlossene Stadt beteiligt hätten. "Die Luftbrücke war eine menschliche und logistische Meisterleistung." Damit hätten die Alliierten die Herzen der Berliner gewonnen.

Bürgermeister Klaus Wowereit (r.) ehrt die Luftbrückenveteranen Gail Halvorsen (l.) und Earl Moore (Mitte) (Foto: dpa)

Bürgermeister Klaus Wowereit (r.) ehrt Luftbrückenveteranen

"Aus Feinden sind damals Freunde geworden" sagte Verteidigungsminister Franz Josef Jung mit Blick auf die ehemaligen Gegner im Zweiten Weltkrieg. Elf Monate dauerte die Luftbrücke, das sei die längste Luftbrücke der Geschichte gewesen, eine "wahrhaft historische Leistung", sagte Jung. Auf fast 280.000 Flügen wurden damals mehr als zwei Millionen Tonnen Hilfsgüter in die abgeriegelte Stadt transportiert. Geliefert wurden vor allem Kohlen, Lebensmittel und Treibstoff.

"Rosinenbomber" retteten die Berliner

Zwei der historischen "Rosinenbomber" flogen auch heute zum Abschluss der Zeremonien über das Luftbrücken-Denkmal hinweg. Später sollte noch sollte ein historisches Transportflugzeug vom Typ Douglas DC 3 über dem Flughafen - genau wie vor 60 Jahren - an kleinen Fallschirmen 1000 Pakete mit Schokoladen-Rosinen abwerfen.

Flugzeug, Kinder warten auf den Abwurf von Süßigkeiten. (Foto: AP)

Berlin 1948: Highlight für die Kinder waren die Mini-Fallschirme mit Süßigkeiten.

Die Sowjetunion hatte 1948/49 die Land- und Wasserwege zu den Westsektoren Berlins fast ein Jahr lang abgeriegelt. Dies war im Kalten Krieg Moskaus Antwort auf die Einführung der D-Mark in Westdeutschland und in West-Berlin. Briten und Amerikaner entschlossen sich daraufhin, die damals etwa 2,1 Millionen Einwohner im eingeschlossenen West-Berlin auf dem Luftweg zu versorgen. Am 12. Mai 1949 brachen die Sowjets die Blockade ab. (mk/mm/dpa/ap)

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