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Jury wählt aus 10.000 Vorschlägen

Berliner Eisbärenbaby heißt Fritz

Knapp drei Monate lang blieb Berlins Eisbärenbaby namenlos - auch weil sein Geschlecht zunächst unbekannt war. Jetzt hat er einen geradezu klassischen deutschen Namen bekommen.

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Berliner Eisbärenbaby hat einen neuen Namen

Fritz sei ein "typisch deutscher Name, der zu Berlin passt", freute sich der Tierpark Berlin über die Entscheidung der namensgebenden Jury. Auch Zoodirektor Andreas Knieriem zeigte sich sehr zufrieden mit Fritz. Der Name "ist kurz und knackig, so dass auch Besucher aus dem Ausland ihn sich gut merken können."

An der Namenssuche hatten sich mehrere Tausend Menschen aus der ganzen Welt beteiligt. Beim Tierpark gingen insgesamt mehr als 10.000 Vorschläge ein, unter anderem auch aus Südafrika, Japan und Neuseeland.

Vorgeschlagen wurden unter anderem Mischa, Ole, Tatze, Oskar, Fritz, Bolle, Nanuk, Kolja, Fiete, Igor, Max, Felle, Alex, Paule, Juri, Balu und Kalle. Aus dieser langen Liste trafen Hörer und Leser von Berliner Medien eine Vorauswahl aus 40 Namen. Dann traf eine siebenköpfige Jury die endgültige Entscheidung.

Das Bärchen war Anfang November im Tierpark Berlin im ehemaligen Ostteil der deutschen Hauptstadt mit einem weiteren Eisbärenbaby zur Welt gekommen, das allerdings starb. Fritz' Eltern sind die siebenjährige Tonja und der fünfjährige Wolodja.

Derzeit ist die junge Eisbärenfamilie für die Tierparkbesucher noch nicht zu sehen. Wie in freier Natur sollen Mutter und Jungtier erst im Frühjahr die Wurfhöhle verlassen. Das letzte große Eisbärenfieber in Berlin gab es von 2006 an im Zoo im Westen der Hauptstadt - um den berühmten Knut. Er erlag 2011 einer schweren Krankheit.

Ein Mädchen in Hellabrunn 

Eisbärmania auch in München: Mehr als zwei Monate nach der Geburt eines Babys im Tierpark Hellabrunn haben Tierärzte das Junge erstmals untersucht und jetzt steht fest: Es ist ein Mädchen!

Das Münchner Eisbärbaby mit ihrer Mutter (picture-alliance/dpa/Tierpark Hellabrunn)

Das Münchner Eisbärbaby mit ihrer Mutter

Die Kleine sei "kerngesund, sehr munter und bringt mit 8,4 Kilogramm ein stattliches Gewicht auf die Waage", teilte Tierärztin Christine Gohl mit. Einen Namen hat die kleine Bärin noch nicht. Sicher ist nur, dass dieser mit dem Buchstaben Q anfangen wird. Denn alle Tiere, die 2016 in Hellabrunn geboren wurden, bekommen einen Namen mit Q.

In der bayerischen Landeshauptstadt wird dazu nicht das Volk gefragt. Vielmehr kann im Rahmen einer exklusiven Tierpatenschaft mitbestimmt werden, wie das Bärchen heißen soll, teilte der Tierpark mit. In deutschen Zoos leben knapp 30 Eisbären. In freier Wildbahn bedroht der Klimawandel den Bestand.

wl/pab (dpa, afp)

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