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Aktuell Deutschland

Berliner Airport-Sprecher fliegt

Beim geplanten Hauptstadt-Flughafen "sei zu viel verbockt worden", schwadronierte Pressesprecher Abbou in einem Interview über seine BER-Arbeitgeber. Die zogen die Reißleine. Abbou war erst seit Januar im Amt.

"Das Interview von Herrn Abbou mit dem PR-Magazin ist nicht mit der Geschäftsführung abgestimmt", heißt es förmlich und sachlich schlicht in der Begründung von Flughafenchef Karsten Mühlenfeld: Der Pressesprecher der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (BER), Daniel Abbou, wurde nach seinen freimütigen Äußerungen von seinem Posten freigestellt. Zuvor hatten die Zeitungen "Berliner Morgenpost" und "Tagesspiegel" über die Beurlaubung berichtet.

In einem Interview mit der Fachzeitschrift "PR Magazin" hatte Abbou für Offenheit bei Versäumnissen beim Bau des neuen Hauptstadt-Flughafens geworben. "Dazu hat die alte Flughafencrew zu viel verbockt, dafür sind zu viele Milliarden in den Sand gesetzt worden", meinte er da abfällig.

Der Leiter der BER-Unternehmenskommunikation äußerte sich auch zur geplanten Eröffnung des Flughafens in der zweiten Jahreshälfte 2017. "Mein Technikchef hält weiter daran fest, dass es eine Chance gibt, 2017 einzuhalten. Und wenn er das glaubt und mir das auch kommuniziert, dann ist es so." Abbou konnte es sich aber nicht verkneifen hinzuzufügen: Aber "kein Politiker, kein Flughafendirektor und kein Mensch, der nicht medikamentenabhängig ist, gibt Ihnen feste Garantien für diesen Flughafen".

SC/wl (dpa, ARD)

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