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Filme

Berlinale: Goldener Bär für Dokumentarfilm über Lampedusa

Triumph auf der Berlinale: Ein Dokumentarfilm hat den Goldenen Bären gewonnen. Die Jury zeichnete "Fuocoammare" des italienischen Regisseurs Gianfranco Rosi als besten Film aus.

Die feierliche Preisverleihung auf der diesjährigen Berlinale brachte das Ergebnis, das die meisten Fachleute erwartet hatten. Ein Dokumentarfilm errang den wichtigsten Preis der Filmfestspiele, den Goldenen Bären. Der eindrucksvolle Film "Fuocoammare", der als Topfavorit ins Rennen um die Preise gegangen war, beschäftigt sich intensiv mit der Flüchtlingskrise auf der italienischen Insel Lampedusa, die weltweit durch das Flüchtlingsdrama immer wieder in die Schlagzeilen geriet.

Regisseur Gianfranco Rosi nahm die Auszeichnung auf der Gala von Jury-Präsidentin Meryl Streep und Festival-Direktor Dieter Kosslick entgegen und bedankte sich ausdrücklich für den Mut der Jury "Ich widme diesen Preis den Menschen von Lampedusa, die ihr Herz all den Menschen öffnen, die dort ankommen", so der Regisseur in seiner kurzen Rede.

Mehr als anderthalb Jahre hat der italienische Regisseur auf Lampedusa gelebt und das Geschehen und die Menschen auf der Insel in nachhaltigen Bildern mit der Kamera festgehalten. "Der Film hat sich in dieser Länge erst auf Lampedusa so entwickelt," sagte Gianfranco Rosi auf der Berlinale. "Geplant war nur ein Kurzfilm." "Fuocoammare" erhielt zudem den Preis der Ökumenischen Jury und den Amnesty-Filmpreis.

Starker Abschluß der 66. Berlinale

Der Große Preis der Jury wurde von Schauspieler und Jurymitglied Lars Eidinger vor dem Berlinale-Publikum präsentiert. Ausgezeichnet mit dem Silbernen Bären wurde der bosnische Film "Death in Sarajevo" (Smrt u Sarajevo) des Regisseurs Danis Tanovic. Auch dies ein politischer Film, der Geschichte und Aktualität behandelt. Der Regisseur bedankte sich vor allem bei seinen großartigen Schauspielern - und auch bei der internationalen Jury für die Einladung zu dem Filmfestival in Berlin.

Berlinale-Preisverleihung an Trine Dyrholm (Foto: Reuters)

Jury Präsidentin Meryl Streep überreicht den Preis an Trine Dyrholm

Die dänische Schauspielerin Trine Dyrholm gewann den Silbernen Bären als Beste Darstellerin. Die 43-Jährige bekam die begehrte Trophäe bei der Verleihung in Berlin von Jurypräsidentin Meryl Streep überreicht. Dyrholm spielt die Hauptrolle in Thomas Vinterbergs Film "Die Kommune".

Für das beste Drehbuch im Wettbewerb der Filmfestspiele zeichnet die Jury der Berlinale den polnischen Regisseur Tomasz Wasilewski aus. In "United States of Love" geht es um vier Frauen in den frühen 1990er Jahren in der polnischen Provinz, die vergeblich auf die Erfüllung ihrer Wünsche hoffen.

Den Silbernen Bären als Bester Darsteller bekam der tunesische Schauspieler Majd Mastoura. Der Newcomer spielt die Hauptrolle in dem Drama "Hedi" von Mohamed Ben Attia. Seit 20 Jahren ist dies die erste tunesische Produktion im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin. "Hedi" wurde auch als Bester Erstlingsfilm mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet.

Der einzige deutsche Wettbewerbsbeitrag, das packende Abtreibungsdrama "24 Wochen" von Regisseurin Anne Zohra Berrached, ging bei der Preisverleihung leer aus.

Preis für den besten Erstlingsfilm: Mohamed Ben Attia (Foto: Reuters)

Große Freude bei Regisseur Mohamed Ben Attia: Silberner Bär für den besten Erstlingsfilm

Die Berlinale gilt als eines der wichtigsten internationalen Filmfestivals der Welt und zugleich als ein traditionell sehr politisches Festival. Zur feierlichen Gala im Berlinale-Palast, die unterhaltsam von Anke Engelke zweisprachig moderiert wurde, kamen zahlreiche prominente Schauspieler wie Jude Law, George Clooney, Kirsten Dunst, Julianne Moore, Tilda Swinton und Emma Thomson, sowie berühmte Regisseure aus dem In- und Ausland sowei Gäste aus Film und Fernsehen.

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