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Filme

Berlinale: "Gilde"-Preis für "Victoria"

Am Tag des Goldenen und der Silbernen Bären vergaben auch die Nebenjurys bei der Berlinale ihre Preise. Der deutsche Regisseur Sebastian Schipper konnte sich über den Preis der Gilde Deutscher Filmkunsttheater freuen.

Der deutsche Regisseur Sebastian Schipper gewann mit seinem

Echtzeitthriller "Victoria"

(das Artikelbild zeigt einen Filmausschnitt) den Preis der Gilde Deutscher Filmkunsttheater. Dieser würdigt einen Beitrag aus dem Wettbewerb der Berlinale. Der Film ist in einer einzigen Einstellung gedreht und begleitet vier halbstarke deutsche junge Männer und eine junge Frau aus Spanien bei ihrer nächtlichen Tour durch Berlin.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International zeichnete die britische Afghanistan-Doku "Tell Spring Not to Come This Year" von Saeed Taji Farouky und Michael McEvoy aus. Die beiden haben Soldaten der Afghanischen Nationalarmee begleitet, die nach dem Abzug der NATO-Truppen aus ihrem Land die Kontrolle in der als extrem gefährlich geltenden Provinz Helmand übernahmen. Der Dokumentarfilm lief in der Sektion Panorama. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Filmausschnitt aus The Look of Silence von Joshua Oppenheimer (Foto: © Lars Skree)

Filmausschnitt aus "The Look of Silence"

Den Friedensfilmpreis bei der Berlinale bekommt der Dokumentarfilm "The Look of Silence". Regisseur Joshua Oppenheimer befasst sich in dem Film mit den millionenfachen und nie aufgearbeiteten Menschenrechtsverbrechen in Indonesien nach dem Militärputsch von 1965. In der Dokumentation sucht Adi, der Bruder eines Ermordeten, den Kontakt zu damaligen Tätern und befragt sie zu ihren Taten. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert.

Der iranische Film

"Taxi" von Jafar Panahi

bekam den FIPRESCI-Preis des internationalen Verbands der Filmkritik in der Wettbewerbskategorie.

Die Ökumenische Jury entschied sich dort für "Der Perlmuttknopf" von Patricio Guzmán aus Chile.

In der

Panorama-Sektion

ging der Preis an "Ned Rifle" von Hal Hartley, in der Forum-Reihe an "Histoire de Judas" von Rabah Ameur Zaimeche.

Das US-amerikanische Drama "Nasty Baby" von Sebastián Silva wurde am Freitagabend (13.02.2015) beim 29. Teddy Award als bester Spielfilm ausgezeichnet. Mit dem Preis werden bei den Berliner Filmfestspielen Produktionen gewürdigt, die sich auf besondere Weise mit schwulen und lesbischen Themen befassen.

Ticket-Rekord

Zum Abschluss der Festspiele kann die Leitung eine positive Bilanz vermelden: Die 65. Berliner Filmfestspiele scheinen einen Ticket-Rekord zu erreichen: Bis Donnerstagabend seien 310.000 Tickets verkauft worden, teilten die Festspiele am Freitag (13.02.2015) mit. "Die Internationalität des Festivals ist in diesem Jahr erneut gewachsen", sagte

Direktor Dieter Kosslick

. Es sei zugleich fest in der Stadt verankert. "Die Stars kommen gerne zur Berlinale und schätzen den Film-Enthusiasmus des hiesigen Publikums." Das bekommt zum Abschluss der Berlinale am Sonntag beim Publlikumstag noch einmal zahlreiche Filme der Festspiele zu sehen.

ld/wl (dpa, epd, kna)

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