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Reise

Berlin: Karneval der Kulturen

Über Pfingsten feiern Berliner und ihre Gäste bei einem knallbunten Straßenumzug in Kreuzberg. 5000 Akteure präsentieren Musik, Kostüme und Lebensfreude. Sie zeigen die multikulturelle Vielfalt der deutschen Hauptstadt.

Am und auf dem Blücherplatz im Szenebezirk Kreuzberg wird vier Tage lang gefeiert. Es gibt Konzerte auf vier Bühnen, Perfomances, Kunstaktionen und wie jedes Jahr als Höhepunkt die Parade mit mehr als 70 verschiedenen Gruppen. Der Umzug führt am Sonntag vom Neuköllner Hermannplatz zu den Yorkbrücken. Sambatrommeln begleiten Stelzenläufer, tanzende Drachen, Flamencotänzer, fächelnde Geishas und viele Gruppen in Fantasiekostümen ziehen an den Schaulustigen vorbei.

Berlins Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) hat den Karneval als wichtiges Zeichen für die Weltoffenheit der Stadt bezeichnet. "Der Karneval der Kulturen ist ein klares Zeichen an diejenigen, die gerade wieder Ängste und Hass schüren wollen, dass dafür in Berlin kein Platz ist", sagte Kolat. Durch die Beteiligung vieler Berliner zeige das Fest auch, wie die Menschen hier "wirklich drauf sind, nämlich sehr weltoffen und tolerant".

Auch alle Flüchtlinge in der Stadt seien eingeladen, an dem großen Fest teilzunehmen. Laut Organisatoren beteiligen sich fünf Gruppen, die direkt mit Flüchtlingen zusammenarbeiten, darunter "Banda Loca Meets Refugees from Syria".

In Berlin leben Menschen aus mehr als 180 Staaten. Der Anteil ausländischer Bürger unter rund 3,5 Millionen Einwohnern liegt bei 14,5 Prozent.

is/ks (rbb)