″Berlin & Beyond″ bringt deutsches Kino in die USA | Filme | DW | 09.02.2018
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Filme

"Berlin & Beyond" bringt deutsches Kino in die USA

Mit der Erfolgs-Komödie "Willkommen bei den Hartmanns" (Welcome to Germany) ist in den USA das größte deutschsprachige Filmfestival außerhalb Europas eröffnet worden. Das Interesse am deutschen Kino ist stark gestiegen.

Meist ist es die düstere deutsche Vergangenheit, die ein amerikanisches Filmpublikum fasziniert. Das Goethe-Institut möchte dagegen ein "modernes, facettenreiches und realistisches" Deutschlandbild präsentieren, wenn es jetzt zum 22. Mal in San Francisco das Filmfestival "Berlin & Beyond" veranstaltet. Zusammen mit dem historischen Szene-Kino Castro Theatre in San Francisco zeigt das Festival 7 Tage lang fast zwei Dutzend deutschsprachige Spielfilme, Dokus und Kurzfilme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Regisseur Simon Verhoeven (Alan Ovaska)

Regisseur Simon Verhoeven

Neben Regisseur Simon Verhoeven, dessen erfolgreiche Komödie in den USA unter dem Filmtitel "Welcome to Germany" präsentiert wird, sind unter anderem auch die Schauspieler Lars Eidinger und Frederick Lau zu Gast beim größten Festival des deutschen Films außerhalb Europas. Sie bekommen in diesem Jahr den "Spotlight Award" als beste deutsche Schauspieler. Eidinger präsentiert sich in San Francisco mit der Tragikomödie "Die Blumen von gestern", in der er einen Holocaust-Forscher spielt. Der Film "Simple", eine Tragikkomödie um zwei ungleiche Brüder mit Frederick Lau und David Kross in den Hauptrollen, feiert beim Festival seine Norda­­­merika-Premiere.

Auf dem Programm stehen weiterhin: der auf dem Roman von Ödön von Horvath beruhende Zukunftsfilm "Jugend ohne Gott" von Regisseur Alain Gsponer und das Familiendrama "Leanders letzte Reise" mit Jürgen Prochnow. Abschlussfilm des siebentägigen Festivals ist das Expressionisten-Biopic "Egon Schiele" von Regisseur Dieter Berner.

Filmstill aus Egon Schiele: Tod und Mädchen

Filmstill aus "Egon Schiele: Tod und Mädchen"

Gestiegenes Interesse an "German Film"

Festival-Leiter Sophoan Sorn und Sigrid Savelsberg, die Leiterin des Goethe-Instituts in San Francisco, erinnern mit ihrer kulturübergreifenden Filmauswahl an den Geist der Protestbewegung von 1968, die sich dieses Jahr zum 50. Mal jährt: "Die Bürgerrechtsbewegung, die fortschrittlichen politischen Bewegungen, der Kampf für Meinungsfreiheit und Reformen von damals haben die Welt verändert."

Auch deshalb haben sie besonderes Augenmerk auf Filme von Regisseurinnen gelegt: Im Programm sind neben weiteren Filmen die romantische Komödie "SMS für dich", das Spielfilm-Regiedebüt von Karoline Herfurth, der preisgekrönte Dokumentarfilm "Mr. Gay Syria" von Ayse Toprak und Marie Kreutzers Spielfilm "Was hat uns nur so ruiniert".

Festival Berlin&Beyond Filmstill (Anne Wilk/Hellinger Doll Filmproduktion/Warner Bros. Entertainment )

"SMS für dich" ist einer von vielen Filmen von Regisseurinnen beim diesjährigen deutschen Filmfestival in San Francisco

Das Festival zog zuletzt mehr als 8000 Zuschauer an. "Mit dem Erfolg von Fatih Akins 'Aus dem Nichts' bei den Golden Globes ist in den USA auch wieder das Interesse an deutschen Kinoproduktionen gestiegen. "So wie auch im letzten Jahr durch 'Toni Erdmann'", sagt Festival-Leiter Sorn. Er hofft, dass dadurch noch mehr deutsche Filme in den USA einen Verleih finden.

sp/nf (dpa, goethe.de)

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