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Aktuell Europa

Bericht: Schlepper planen neue Flüchtlingsrouten

Dass es neue Fluchtrouten geben würde, nachdem der EU-Türkei-Pakt in Kraft getreten ist, war abzusehen. Inzwischen sollen die Schlepper Alternativen im Angebot haben.

Nachdem die Balkanroute für Flüchtlinge geschlossen worden ist und das Abkommen zwischen der EU und der Türkei gilt, suchen Flüchtlinge nach neuen Wegen nach Europa. Die Schlepper haben auf die gestiegene Nachfrage bereits reagiert. Nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) führen neue Routen über das Mittelmeer nach Italien.

Ausgangspunkte für Überfahrten mit Fischkuttern und kleinen Handelsschiffen sollen der türkische Badeort Antalya (Artikelbild), die türkische Stadt Mersin nahe der syrischen Grenze und die griechische Hauptstadt Athen sein. Das Geschäft soll in der ersten Aprilwoche in großem Stil beginnen.

Wie die Zeitung unter Berufung auf Schleuser berichtet, würden die Flüchtlinge angewiesen, unter Deck zu bleiben, bis die Schiffe internationale Gewässer erreichten. Die Handynummern der Schleuser stünden bei Facebook, heißt es weiter. Es sei deutlich teurer geworden, als von der Türkei aus auf die griechischen Inseln in der Ägäis überzusetzen. Aber wer jetzt noch auf den griechischen Inseln ankommt, wird wieder in die Türkei zurückgeschickt.

Manche Schlepper wollten zwei Fahrten wöchentlich anbieten, einer habe vor, bis zu 200 Personen in ein Schiff zu zwängen. Die Nachfrage nach neuen Routen steige seit Wochen, heißt es.

Ein weiterer neuer Weg nach Mitteleuropa geht über Marokko. Das könnte unter anderem Spanien zu spüren bekommen.

pg/mak (dpa, FAS)