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Asien

Bergleute nach Unglück verschüttet

Bei einer Gasexplosion in einem Kohlebergwerk im Nordosten Chinas sind mindestens 42 Bergleute getötet worden. Rund 80 Arbeiter sind noch in 500 Meter Tiefe eingeschlossen.

Hilfskräfte suchen nach den Opfern der Gasexplosion im Kohlebergwerk Xingxing.

Hilfskräfte suchen nach den Opfern der Gasexplosion im Kohlebergwerk Xingxing.

Das Unglück ereignete sich in der Nacht zum Samstag (21.11.2009) in dem staatlichen Kohlebergwerk Xingxing in der Nähe der Stadt Hegang im Nordosten des Landes. Nach Angaben der Rettungs-Leitstelle wurde die Explosion durch ausströmendes Gas verursacht.

Zum Zeitpunkt des Unglücks arbeiteten 528 Arbeiter unter Tage. Der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge konnten sich 415 Arbeiter in Rettung bringen. Der stellvertretende Ministerpräsident Zhang Dejiang brach in die Region auf.

Bejing versucht zu modernisieren

Bei einer Explosion in der Fuhua-Mine in Hegang starben im September 2008 fünf Menschen

Bei einer Explosion in der Fuhua-Mine in Hegang starben im September 2008 fünf Menschen

Die chinesischen Kohlegruben gelten als die gefährlichsten Zechen in der Welt. Viele Gruben sind illegal und die Betreiber halten vielfach die Sicherheitsvorschriften nicht ein. Doch auch staatliche Gruben sind gefährlich.

Peking investiert zwar seit mehreren Jahren in Minenmodernisierungen und betont, dass die staatlichen Bergwerke sicherer seien als private Minen.

Dennoch kommt es wie bei dem jüngsten Unglück in dem Kohlebau Xinxing immer wieder zu Unfällen. Nach offiziellen Angaben starben im vergangenen Jahr mehr als 3000 chinesische Bergleute bei der Arbeit. Unabhängige Beobachter vermuten, dass die Zahl aber weitaus höher liegen könnten. Viele Unglücke könnten vertuscht werden, um eine Schließung zu vermeiden.

Autorin: Sabrina Scholz (AFP, AP, dpa)

Redaktion: Marko Langer