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Aktuell Asien

Berg-Karabach: Putin ermahnt Konfliktparteien

Der russische Präsident Putin zeigt sich besorgt über die jüngste Eskalation im Südkaukasus. In einem Telefonat rief er die Staatschefs Armeniens und Aserbaidschans zur Einhaltung der Waffenruhe auf.

Ein armenischstämmiger Kämpfer in der Provinz Martakert im Norden Berg-Karabachs (Foto: dpa)

Ein armenischstämmiger Kämpfer in der Provinz Martakert im Norden Bergkarabachs

Vier Tage dauerten die Gefechte an, 64 Menschen wurden getötet, bis sich Armenien und Aserbaidschan am Dienstagmittag auf eine Waffenruhe einigen konnten. Nach Ansicht des russischen Präsidenten Wladimir Putin könnte der Waffenstillstand in der Region Berg-Karabach brüchig sein. In Telefonaten mit dem aserbaidschanischen Staatschef Ilham Aliyev und seinem armenischen Amtskollegen Sersch Sargsjan forderte er beide Seiten auf, die Feuerpause einzuhalten und weitere Friedensschritte zu unternehmen.

Aus dem Kreml hieß es später, Moskau setze sich zudem für die Wiederaufnahme international moderierter Friedensgespräche ein. Die Anfang der 90er-Jahre ins Leben gerufene Minsk-Gruppe wird von Russland, Frankreich und den USA gemeinsam geleitet. Auch Deutschland ist als ständiges Mitglied vertreten.

Medwedew soll vermitteln

Um über die angespannte Lage zu beraten, reist Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew in den Südkaukasus. Am Donnerstag und Freitag will er Gespräche in Armenien und Aserbaidschan führen.

Zwischen Aserbaidschan und der abtrünnigen Region Berg-Karabach, die von Armenien unterstützt wird, schwelt seit Jahrzehnte ein Konflikt. Trotz aller Friedensbemühungen haben die beiden Ländern seit dem Abschluss eines Waffenstillstands 1994 keinen Friedensvertrag geschlossen. Durch die Region verlaufen einige wichtige Öl- und Gaspipelines. Russland hat mit Armenien ein Verteidigungsbündnis abgeschlossen.

djo/uh (afp, dpa, rtr)