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Aktuell Europa

Berg-Karabach: Kämpfe trotz Waffenruhe

Trotz einer Waffenruhe im Konfliktgebiet Südkaukasus haben sich Armenien und Aserbaidschan zahlreiche neue Angriffe im Frontgebiet vorgeworfen.

Dabei seien auch Siedlungen im Grenzgebiet zwischen der Unruheregion Berg-Karabach und Aserbaidschan beschossen worden, hieß es aus beiden Verteidigungsministerien der Ex-Sowjetrepubliken. Die Waffenruhe war am Dienstag in Kraft getreten, nachdem bei den heftigsten Kämpfen seit Jahren mehr als 80 Menschen getötet worden waren.

Russland und Iran erhoffen Einflussnahme

Für eine Vermittlung in dem Jahrzehnte alten Konflikt hat Russland, Armeniens Schutzmacht, Regierungschef Dmitri Medwedew und Außenminister Sergej Lawrow in den Südkaukasus entsandt. Medwedew will in Armenien mit Präsident Sersch Sargsjan über den Konflikt beraten, Lawrow ist zu Gesprächen in Aserbaidschan. Auch der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif ist nach Baku gereist und will dort in dem Konflikt seiner beiden Nachbarländer vermitteln. Aserbaidschans Außenminister Elmar Mammadyarov betonte, die derzeitige Situation im Südkaukasus sei inakzeptabel und führe unweigerlich zu einer erneuten Eskalation in der Region. Vermittler der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) wurden zudem in Berg-Karabach erwartet.

Lange schwelender Konflikt

Armenien und Aserbaidschan streiten seit Jahrzehnten um das Gebiet Berg-Karabach, das mehrheitlich von Armeniern bewohnt wird, völkerrechtlich aber zu Aserbaidschan gehört. Ein 1994 vereinbarter Waffenstillstand war zuletzt immer wieder gebrochen worden.

pab/ml (APE, dpa)