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Nahost

Bereit zum Einsatz

In den vergangenen Monaten sind mehr als 270.000 amerikanische und britische Soldaten für einen Krieg gegen den Irak in der Region zusammengezogen worden. DW-WORLD dokumentiert den Truppenaufmarsch.

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Sandstürme: ein mögliches Hindernis

KUWAIT: Das Emirat, das eine mehr als 250 Kilometer lange Grenze mit dem Irak teilt, ist die wichtigste US-Basis für eine Irak-Invasion vom Süden aus. Etwa 130.000 amerikanische Heeres- und Marinesoldaten mit mehr als 1000 Panzern und mehreren hundert Kampfflugzeugen und Hubschraubern sind hier stationiert. Auch über 20.000 Briten wurden dort aufgestellt.

In Camp Doha befindet sich derzeit das regionale Hauptquartier der US-Armee. Wichtige Stützpunkte sind auch das Camp Arifdschan und das Trainingslager Camp Virginia mit mehr als 8000 Mann im Grenzgebiet zum Irak.

Das fliegende Auge

E-2C Hawkeye Radar-Flugzeug (Das Bild wurde durch das US-Militär übermittelt)

KATAR: Eine überwiegend aus Luftstreitkräften bestehende, etwa 8000 Mann starke Truppe ist auf den Stützpunkten El Udeid und El Sailijah stationiert. In El Udeid befindet sich die größte Landebahn in der Region. Außerdem gibt es dort Hangars für 40 bis 80 Tankflugzeuge, Aufklärer und Bomber. Die Luftwaffenbasis dient als weiteres Hauptquartier für die US-Streitkräfte in der Region. Das US-Zentralkommando hat ein mobiles Hauptquartier in El Sailijah. Von dort soll US-General Tommy Franks das Oberkommando führen.

VEREINIGTE ARABISCHE EMIRATE: Auf der El Dhafra Airbase bei Abu Dhabi sind über 1000 Mann stationiert. Von hier aus starten U-2-Aufklärer und Tankflugzeuge zur Versorgung der Maschinen, die die südliche Flugverbotszone im Irak kontrollieren.

DIEGO GARCIA: Die Marine- und Luftwaffenbasis im Indischen Ozean dient als Stützpunkt für schwere B-52-Bomber, Tarnkappenbomber vom Typ B-2, Tank- und Transportflugzeuge sowie britische "Nimrod"-Aufklärer.

OMAN: In dem Sultanat sind mehr als 3000 Amerikaner stationiert. Ein wichtiger Stützpunkt ist die Versorgungsbasis El Seeb. Auf der Thumrait Air Base im Süden warten B-1-Bomber auf ihren Einsatz. Die Briten haben ebenfalls Einheiten nach Oman entsandt.

BAHRAIN: In dem Königreich ist das Hauptquartier der fünften US-Flotte, die mit mehr als 20 Schiffen und 15.000 Mann das Seegebiet zwischen Indien und Ostafrika kontrolliert. Die mit etwa 2000 Soldaten belegte Luftwaffenbasis Scheich Isa wurde ausgebaut und ist Heimathorst amerikanischer F-16-Jäger.

DSCHIBUTI: In Camp Lemonier am Ausgang des Roten Meeres wurden fast 2000 Mann der Spezialeinheiten, Marines und Luftwaffe zusammengezogen, hauptsächlich für den Kampf gegen Terroristen im Jemen und in Somalia. Koordiniert werden die Einsätze von der "Mount Whitney", dem Flaggschiff der 2. Flotte.

TÜRKEI: Vor allem auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik sind rund 5000 US-Soldaten stationiert. Obwohl das türkische Parlament Anfang März eine Stationierung von 62.000 US-Soldaten ablehnte, brachte die US-Armee weiterhin Militärmaterial in die Türkei. Zu den 60 Flugzeugen dort zählen US-Jäger der Typen F-16 und F-15 sowie britische "Jaguar", AWACS-Aufklärer, Tanker und schwere Transporter. Von hier aus starten Maschinen der Alliierten zu Kontrollflügen über den Nord-Irak. Weitere Stützpunkte gibt es in Diyarbakir und Batman.

USS Enterprise

USS Enterprise

SAUDI-ARABIEN: Die bis zu 10.000 US-Soldaten dürfen nicht aktiv den Kampf gegen den Irak eingreifen. In den Hangars des Prinz-Sultan-Stützpunktes stehen amerikanische und britische Jäger. Zwei Patriot-Raketenbatterien schützen die nahegelegene Hauptstadt Riad.

ZU WASSER: Rund 48.000 US-Soldaten sind an Bord mehrerer Schiffe und Flugzeugträger in der Region. Im Golf kreuzen die Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln", "USS Constellation", "USS Harry S. Truman" und "USS Kitty Hawk". Im östlichen Mittelmeer ist die "USS Theodore Roosevelt" stationiert. Die "USS Nimitz" ist als sechster Flugzeugträger auf dem Weg in die Region. Zusammen haben die Schiffe 70 Flugzeuge an Bord.

Zu den Begleitschiffen der so genannten "schwimmenden Stützpunkte" zählen mit Marschflugkörpern bestückte Kreuzer sowie Zerstörer, Fregatten und U-Boote. Im Golf kreuzt auch der kleine britische Träger "Ark Royal".

EUROPA: 20.000 US-Soldaten stehen bereit, um bei Bedarf in den Irak-Einsatz geschickt zu werden.

ZENTRALASIEN: In Afghanistan und weiter östlich liegenden Ländern sind zusätzlich etwa 15.000 US-Soldaten vorwiegend von Luftwaffe und dem US-Kommando für Spezialoperationen (USSOCOM) stationiert, die aber nicht für den Kriegseinsatz im Irak vorgesehen sind. (mas/im)

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