Berüchtigte IS-Zelle in Syrien zerschlagen | Aktuell Welt | DW | 09.02.2018
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Syrien-Krieg

Berüchtigte IS-Zelle in Syrien zerschlagen

Kämpfer der Syrischen Demokratischen Kräfte haben zwei Männer gefasst, die der IS-Zelle mit dem Namen "Die Beatles" angehörten. Diese war für ihre Grausamkeiten bekannt. Die Gruppe enthauptete zahlreiche Geiseln.

Syrien SDF Kämpfer (Getty Images/AFP/B. Kilic)

EIn SDF-Kämpfer im Oktober 2017 in Al-Rakka, nach der Vertreibung des IS aus dessen Hochburg

Die kurdischen Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) haben zwei Mitglieder der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gefangen genommen, die an Enthauptungen von Geiseln beteiligt gewesen sein sollen. Sie seien Anfang Januar in Syrien festgesetzt worden, teilte ein Sprecher des US-Militärs in Tampa in Florida mit. Die beiden Männer befänden sich im Gewahrsam der SDF.

Vierter Mann in der Türkei inhaftiert 

Nach Angaben des Sprechers handelt es sich bei den zweien um Alexanda Kotey und El Schafi Elscheich. Sie werden der berüchtigten IS-Zelle zugerechnet, die wegen der britischen Herkunft ihrer Mitglieder "Die Beatles" genannt wurde. Ihr Anführer war der als "Dschihadi John" bekannt gewordene Extremist Mohamed Emwazi, der 2015 während eines Drohnen-Angriffs getötet worden war. Der vierte der Gruppe war Aine Davis. Er sitzt in der Türkei im Gefängnis.

Journalisten und Entwicklungshelfer ermordet

Die Gruppe enthauptete nach Angaben des US-Außenministeriums weit mehr als zwanzig Geiseln, darunter die US-Journalisten James Foley und Steven Sotloff, den japanischen Reporter Kenji Goto, den amerikanischen Entwicklungshelfer Peter Kassig sowie seine britischen Kollegen David Haines und Alan Henning. Videos der Enthauptungen lösten 2014 weltweit Entsetzen aus.

Geiseln, die nach einer Lösegeldzahlung aus ihrem Martyrium freikamen, berichteten von brutaler Folter wie dem Waterboarding, wobei ein Ertrinken simuliert wird.

se/jj (dpa, afp) 

 

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