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Wirtschaft

Benko will auch Kaufhof

Der Karstadt-Eigentümer Rene Benko hat einem Insider zufolge einen neuen Versuch für eine Übernahme des Rivalen Kaufhof gestartet. Eine Zeitung berichtet, er biete er fast drei Milliarden Euro.

Der österreichische Immobilien-Investor habe über seine Signa Holding eine Offerte für die Warenhaustochter des Düsseldorfer Handelskonzerns Metro auf den Tisch gelegt, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Dienstag. Rene Benko habe sich bereits die Bücher bei Kaufhof angeschaut. Das "Handelsblatt" berichtet in seiner Mittwochsausgabe, es liege ein schriftliches Angebot über rund 2,9 Milliarden Euro vor. Dies sei Anfang Mai im Metro-Aufsichtsrat diskutiert worden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Insider. Metro und die Signa-Holding wollten sich nicht dazu äußern.

Benko hatte Karstadt im vergangenen Jahr übernommen und verfolgt einen strikten Sparkurs bei dem angeschlagenen Warenhauskonzern. Stellen wurden gestrichen und mehrere Standorte geschlossen. In der Vergangenheit hatte Benko schon einmal Kaufhof ins Visier genommen. Auch der kanadische Handelskonzern Hudson's Bay hat Insidern zufolge ein Auge auf Kaufhof geworfen.

Kaufhof ist zu haben

Seit Jahren wird in der Handelsbranche über eine Fusion der beiden großen deutschen Warenhausketten spekuliert, mit der umfangreiche Kosteneinsparungen etwa durch den Abbau einer Zentrale erzielt werden könnten. Für Metro gehört Kaufhof nicht mehr zum Kerngeschäft. Vorstands-Chef Olaf Koch will seinen Konzern auf das Großmarktgeschäft und Europas größten Elektronikhändler Media-Saturn konzentrieren. Für einen möglichen Verkauf hatte der Mutterkonzern mehrfach einen angemessenen Preis, eine solide Finanzierung sowie eine langfristige Strategie als Voraussetzungen genannt.

dk/nm (rtr/dpa)