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Ostmitteleuropa

"Benes-Dekrete müssen nicht aufgehoben werden"

– Vorsitzender des Karpatendeutschen Vereins sieht auch andere Entschädigungsmöglichkeiten für unschuldige Opfer

Bratislava, 21.3.2002, RADIO SLOWAKEI, deutsch

Der Vorsitzende des Karpatendeutschen Vereins in der Slowakei Bartolomej Eiben meint, die Benes-Dekrete müssen nicht aufgehoben werden. Die Unrechte, die an unschuldigen Menschen begangen worden sind, können auch ohne diesen politisch empfindlichen Aspekt wiedergutgemacht werden.

Es handele sich laut Eiben um unschuldige Opfer, nicht um Kriegsverbrecher. Laut dem Vereinsvorsitzenden sollten in erster Linie diejenigen entschädigt werden, die zwangsweise umgesiedelt wurden oder auch freiwillig ihre Heimat verlassen haben und kurz nach dem Krieg in ihre Heimatgemeinden zurückkehrten.

Diese Menschen fanden nach ihrer Rückkehr enteignete Grundstücke, in ihren Häusern wohnten schon fremde Familien. Bartolomej Eiben beharrt nicht darauf, dass diese Grundstücke und Häuser den ursprünglichen Besitzern zurückgeben werden, vor allem dann nicht, wenn diese schon Jahrzehnte lang anderen Menschen gehören. Er macht auf andere Möglichkeiten der Entschädigung aufmerksam. Würde man die Zeitgrenze vor das Jahr 1948 verschieben, könnte die Diskriminierung der Deutschen bereits durch das Restitutionsgesetz beseitigt werden. (ykk)

  • Datum 21.03.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/21FZ
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