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Nach Manchester-Anschlag

Benefizkonzert von Popsängerin Ariana Grande geplant

Einfühlsame Worte eines Teenie-Stars: In einem langen Brief spricht Ariana Grande den Opfern der Attacke ihr Mitgefühl aus und kündigt ein Benefizkonzert in Manchester an. Derweil sitzt ein weiterer Verdächtiger in Haft.

Nach dem islamistischen Bombenanschlag bei ihrem Konzert in Manchester wird die US-Sängerin Ariana Grande ein Benefizkonzert zugunsten der Opfer und ihrer Familien geben. So möchte sie Geld für die Hinterbliebenen der Anschlagsopfer sammeln. "Unsere Antwort auf die Gewalt muss es sein, enger zusammenzurücken, einander zu helfen, mehr zu lieben, lauter zu singen und freundlicher und großzügiger zu leben als zuvor", erklärte Grande in ihrer Botschaft, die sie über verschiedene soziale Medien verbreitete. Es war die erste ausführliche Wortmeldung des Teenie-Stars seit dem Angriff auf Besucher ihres Konzerts am Montagabend in der nordenglischen Stadt.

Grande wolle ihre "Liebe zu Manchester" zum Ausdruck bringen, kündigte die 23-Jährige an. Ein genaues Datum nannte sie in ihrer Erklärung noch nicht. Die Sängerin sprach allen Opfern und Angehörigen ihr Beileid aus und lobte die Einwohner Manchesters für ihre Furchtlosigkeit und Eintracht nach dem Anschlag vom Montagabend mit 22 Toten. Unter den Opfern sind viele Kinder und Jugendliche. 66 Verletzte befinden sich noch im Krankenhaus, darunter 23 lebensbedrohlich Verletzte. Grande, eine der derzeit angesagtesten Popkünstlerinnen, hatte zuvor mehrere Konzerte ihrer Tournee bis Anfang Juni abgesagt.

Elf mögliche Komplizen in Haft

Derweil nahm die Polizei in Manchester einen weiteren Verdächtigen fest. Der 44-Jährige sei im Stadtteil Rusholme in Gewahrsam genommen worden, teilte die Polizei mit. Zuvor war bereits ein Mann im Stadtviertel Moss Side festgenommen worden. Somit befinden sich nun insgesamt neun Männer im Zusammenhang mit dem Anschlag in britischem Polizeigewahrsam. In Libyen waren am Mittwoch zudem der Vater und der Bruder des Selbstmordattentäters festgenommen worden.

UK Manchester nach dem Anschlag | Blumen am St Anne's - Platz (DW/L. Bevanger)

Ein Meer aus Blumen, Kuscheltieren, Luftballons und Briefen erinnert an die Opfer des Anschlags

Nach Angaben der britischen Anti-Terror-Polizei sind die Ermittlungen zu dem Anschlag inzwischen weit vorangeschritten. Das islamistische Netzwerk hinter dem Attentat sei "zu großen Teilen" zerschlagen. Einige "Schlüsselfiguren" seien gefasst worden, er sei aber mit weiteren Festnahmen zu rechnen.

Für den Anschlag auf ein Popkonzert in Manchester am Montagabend wird der 22-jährige Salman A., ein aus Libyen stammender Brite, verantwortlich gemacht.

pab/stu (afp, dpa)

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