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Aktuell Amerika

Benedikt XVI. besucht Mexiko und Kuba

Papst Benedikt XVI. ist in Mexiko eingetroffen. Es ist seine erste Reise in das spanischsprachige Amerika. Wichtiges Thema dürfte die Gewalt in Verbindung mit dem Drogenhandel sein. Zweite Station des Papstes ist Kuba.

Gewalt sei in Mexiko ein Gesprächsthema, man könne sie nicht verstecken, sagte Christophe Pierre, der diplomatische Repräsentant des Vatikans in Mexiko. "Aber Mexiko ist mehr als Gewalt", fügte er hinzu. "Das Bedürfnis, in Harmonie zu leben, ist der Grund, aus dem der Heilige Vater hierher kommt".

Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche selbst sagte zur 23. Auslandsreise seines Pontifikats, er komme als Pilger der Hoffnung und wolle die Christen in den beiden lateinamerikanischen Ländern im Glauben bestärken.

Erste Station der Reise ist Léon im mexikanischen Bundesstaat Guanajuato, wo Benedikt XVI. vom mexikanischen Staatspräsidenten Felipe Calderón, Mitgliedern der mexikanischen Bischofskonferenz sowie Erzbischof José Guadelupe Martín empfangen werden soll.

Für Samstag ist in Léon ein Treffen mit Calderón und eine Begegnung mit Kindern in der Stadt Guanajuato geplant. Höhepunkt des Besuchs ist eine Sonntagsmesse in Léon, zu der im Parque Guanajuato Bicentenario etwa 750.000 Menschen erwartet werden.

Kein Treffen mit Maciel-Opfern

Eine Begegnung mit Opfern des Missbrauchsskandals um den vom Vatikan sanktionierten Ordensgründer Pater Marcial Maciel wird nicht zustande kommen. Der Vorsitzende der mexikanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Carlos Aguiar Retes, erklärte, die Marcial-Opfer hätte keine entsprechende Bitte an die Kirche herangetragen.

In Mexiko-City war es am Vortag des Besuchs zu Protesten gegen das Kirchenoberhaupt gekommen. Die Demonstranten warfen dem Papst vor, Missbrauchsfälle in der mexikanischen Kirche gedeckt zu haben, und erklärten ihn zur "persona non grata".

Treffen mit Fidel Castro nicht ausgeschlossen

Die zweite Station der Reise ist ab Montag das sozialistische Kuba, wo Benedikt in Santiago de Cuba und in der Hauptstadt Havanna Gottesdienste abhalten wird. Es ist die zweite Reise eines Papstes in das kommunistische Land nach dem von Johannes Paul II. vor 14 Jahren.

Benedikt XVI. wird mit Staatschef Raúl Castro zusammenkommen. Nach Angaben des Vatikans ist auch eine Begegnung mit dem früheren Staatschef Fidel Castro nicht ausgeschlossen. Ein Treffen mit Dissidenten ist allerdings nicht vorgesehen.Die Rückreise nach Rom ist für den 29. März geplant.

gmf/kle (dpa, afp, dapd, rtr, kna)