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Fußball

Benatia - Von Beginn an unter Beobachtung

Nach dem Ausfall von Javier Martinez reagiert Bayern München und verpflichtet den Marokkaner Mehdi Benatia. Der Abwehrspieler ist der drittteuerste Einkauf in der Geschichte des Rekordmeisters.

Lange Zeit wurde über den Wechsel von Mehdi Benatia spekuliert. Nun meldete der FC Bayern München endlich Vollzug. Nach der sportmedizinischen Untersuchung am Mittwoch soll der 27-Jährige einen Fünfjahresvertrag in München unterzeichnen. Über die Höhe der Ablösesumme vereinbarten beide Clubs Stillschweigen. In den italienischen Medien war von 26 Millionen Euro plus vier Millionen Euro an Boni berichtet worden. Benatia gehört damit zu den teuersten Transfers der Bundesligageschichte. Nur die Bayern-Spieler Javi Martinez (40 Millionen Euro) und Mario Götze (37) waren teurer, Mario Gomez kostete ebenfalls 30 Millionen Euro.

"Er ist ein starker Trainer"

Vor allem der hohe Kaufpreis rief einige Kritiker auf den Plan, denn Benatia hat gerade einmal eine gute Saison beim AS Rom gespielt. Trotzdem soll er bei den Münchenern den verletzten Martinez ersetzen und gilt zudem als Wunschspieler von Trainer Pep Guardiola. "Herr Guardiola wollte mich unbedingt", sagte der marokkanische Neuzugang dem Sender Sport1. "Er ist ein starker Trainer." Benatia ist glücklich, "dass der Wechsel endlich geklappt hat. Bei Bayern gibt es viele tolle Spieler. Es ist ein Traum, ab jetzt ein Teil davon zu sein."

Für Guardiola war besonders die Zweikampfstärke des Marokkaners ausschlaggebend. Zudem glänzt der 1,88-Meter große Defensiv-Akteur durch großes taktisches Verständnis sowie präzise und schnelle Spieleröffnungen. Auch seine Passgenauigkeit ist beeindruckend: In der vergangenen Spielzeit wies er einen Wert von knapp 90 Prozent auf. Beim AS Rom avancierte er nach seinem Wechsel schnell zum Abwehrchef und stabilisierte die Defensive - unter seiner Regie spielte der Serie-A-Klub insgesamt 19 Mal zu Null.

In einer Reihe mit Luiz, Pique und Kompany

Mehdi Benatia soll jetzt in der Defensive des FC Bayern für Ordnung sorgen.

Abwehrspieler Mehdi Benatia soll jetzt in der Defensive des FC Bayern für Ordnung sorgen

Der Innenverteidiger gilt als einer der besten Verteidiger der Serie A. Benatia wurde in Frankreich ausgebildet und spielte für die U17 und U21 Marokkos. Sein erstes Länderspiel für das Land seines Vaters bestritt der 27-Jährige im Jahr 2008. Ein Jahr später fiel er bei einem Probetraining beim SC Freiburg durch. "Er hat nicht die Qualität", sagte der damalige SC-Manager Dirk Dufner im August 2009. Erst nach seinem Wechsel in die italienische Liga vor vier Jahren gelang ihm allerdings der endgültige Durchbruch.

Durch seine Vertragsunterschrift bei der "Roma" erhöhte Benatia seinen Marktwert laut "Transfermarkt.de" auf rund 13 Millionen Euro. Durch seinen Wechsel in die Bundesliga stieg sein Wert noch einmal signifikant an. Benatia steht nun in einer Reihe mit dem Spanier Gerard Pique vom FC Barcelona, dem Belgier Vincent Kompany von Manchester City und dem Brasilianer David Luiz von Paris Saint-Germain - alle Defensivspezialisten haben einen Marktwert von über 30 Millionen Euro.

Teilnahme an Afrika-Cup

Durch die hohe Ablösesumme steht der Nationalspieler beim Rekordmeister gleich von Beginn an unter Druck und muss sich beweisen. Ob er sich in der für ihn vorgesehenen Position in der Defensive beim FCB durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. Zudem hat Benatia lediglich viermal in der Champions-League-Qualifikation gespielt, es fehlt also (noch) die internationale Erfahrung. Dazu wird er dem FC Bayern im Januar nicht zur Verfügung stehen, denn in Marokko findet der Afrika-Cup statt, an dem er mit seinem Land teilnehmen wird.