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Sport

Belgien müht sich zum Sieg über Algerien

Belgien müht sich in der Gruppe H zu einem 2:1 Erfolg. Der so oft genannte Geheimfavorit kann jedoch über weite Strecken des Spiels gegen Algerien nicht überzeugen. Erst die Wechsel des Trainers bringen die Wende.

Im ersten Spiel der Gruppe H gewann Belgien mit 2:1 (0:1) gegen Algerien. Vor 57.000 Zuschauern in Belo Horizonte konnte der so hoch gelobte und mit Vorschusslorbeeren gehandelte Geheimfavorit aus Belgien jedoch über weite Strecken nicht überzeugen. In einem an Höhepunkten armen Spiel ist es der Belgier Jan Vertonghen der für das erste Highlight sorgte: Im eigenen Strafraum ging er zu ungestüm im Zweikampf gegen den Algerier Sofiane Feghouli zu Werke und brachte den Angreifer klar zu Fall. Nach 24 Minuten zeigte der mexikanische Schiedsrichter Marc Rodriguez völlig zurecht auf den Elfmeterpunkt. Diesen verwandelte der gefoulte Feghouli selbst zur 1:0 (25. Minute) Führung für Algerien. In der Folge taten sich die Belgier noch schwerer, gegen die nun noch defensiver stehenden "Wüstenfüchse" Chancen zu kreieren. Erst in der 44. Minute hatte das Team von Trainer Marc Wilmots die erste rausgespielte Chance durch Nacer Chadli nach Vorarbeit von Eden Hazard.

Wilmots Wechsel zeigen Wirkung

FIFA Fußball WM 2014 Algerien Belgien Fellaini

Marouane Fellaini trifft für Belgien

In der zweiten Hälfte agierten die Belgier etwas offensiver und mutiger. Doch die kompakte Defensive Algeriens ließ zunächst nur wenig zu und sorgte auch immer wieder für weitere Nadelstiche. In der 57. Minute hätte Carl Medjani um ein Haar durch seinen Kopfball die Führung ausgebaut. Marc Wilmots reagierte früh und hatte sein komplettes Auswechselkontingent schon nach 65. Minuten erschöpft. Und die Wechsel zeigten kurz darauf Wirkung: Erst war es der eingewechselte Divock Origi der in der 66. Minute aus 16 Metern am algerischen Keeper Rais M'Bolhi scheiterte.

Zwanzig Minuten vor Schluss war es dann der Joker Marouane Fellaini, der nach Vorarbeit von Kevin de Bruyne für den Ausgleich sorgte (70.). Und wie gut die Wechselspiele von Marc Wilmots sein können, zeigte in der 80. Minute Dries Mertens. Der Stürmer vom SSC Neapel konnte mit seinem Treffer aus 13 Metern das Spiel drehen. Nach zwölf Jahren ist für die "Roten Teufel", mit dem 2:1 Erfolg zumindest das WM Comeback geglückt. Eine halbe Stunde guter Fußball hat dazu ausgereicht. Und Trainer Wilmots darf sich durch seine Einwechslungen als heimlicher Gewinner des Spiels fühlen. "Es ist immer schwierig gegen eine Mannschaft zuspielen, die hinten drin steht und versucht auf Konter zu spielen. Wichtig ist die Moral, die die Mannschaft gezeigt hat. Und dass wir jetzt drei Punkte geholt haben“, analysierte Belgiens Oldie Daniel van Buyten.