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Aktuell Europa

Belgien hält Fahndungsdruck auf Terror-Szene aufrecht

Ermittlungsergebnisse hätten einen "sofortigen Zugriff" erfordert, teilte die Brüsseler Staatsanwaltschaft mit. Nach landesweiten Razzien wurden drei Personen in Haft genommen. Sie sollen Anschläge geplant haben.

Bei "mehreren dutzend" Hausdurchsuchungen in 16 belgischen Städten seien zwölf Verdächtige festgenommen worden, teilte die Bundesstaatsanwaltschaft mit. Die etwa 40 Razzien erfolgten demnach im Zuge von Terrorermittlungen, die ein unmittelbares Eingreifen notwendig gemacht hätten. Es seien aber keine Waffen oder Sprengstoff gefunden worden. Am Abend wurde dann bekannt, dass drei der zwölf Verdächtigen in Haft genommen worden seien. Den 27, 29 und 40 Jahre alten Männern werde versuchter "terroristischer" Mord sowie die Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft in Brüssel mit. Die neun anderen Festgenommenen kamen nach Verhören wieder frei.

Angesichts der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich sind die Sicherheitsbehörden in zahlreichen Staaten in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Großrazzien in der Nacht zum Samstag fanden in wallonischen und flämischen Städten statt, außerdem in der Hauptstadt Brüssel, darunter auch in der Islamisten-Hochburg Molenbeek. Nähere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Erst am Freitagabend hatte die Staatsanwaltschaft die Festnahme eines achten Verdächtigen im Zusammenhang mit den Anschlägen in Brüssel bekanntgegeben. Gegen den 30-jährigen Belgier Youssef E. A. wurde Haftbefehl erlassen. Ihm werden "die Teilnahme an Aktivitäten einer Terrorgruppe, Mord sowie versuchter Mord in einem terroristischen Kontext als Täter, Mittäter oder Komplize" vorgeworfen.

Am 22. März hatten sich zunächst zwei Attentäter im Flughafen Brüssel-Zaventem in die Luft gesprengt. Knapp eine halbe Stunden später zündete ein Attentäter in einem U-Bahn-Waggon in der Station Maelbeek einen Sprengsatz und riss 16 Menschen mit in den Tod. Insgesamt wurden bei den beiden Anschlägen in der belgischen Hauptstadt 32 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt.

sti/SC/uh (afp, dpa, APE)

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