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Aktuell Nahost

Bekennervideo nach Anschlägen von Damaskus

Die islamistische Al-Nusra-Front hat sich zu den verheerenden Explosionen in der syrischen Hauptstadt bekannt. Der militanten Gruppierung werden Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida nachgesagt.

55 Menschen waren bei den zeitgleichen Detonationen am Donnerstag ums Leben gekommen. Damit habe man auf das Regime von Präsident Baschar al-Assad und dessebn Angriffe auf Wohngebiete reagiert, erklärte die Al-Nusra-Front in einem Internet-Video: "Wir haben unser Versprechen erfüllt, darauf mit Explosionen zu reagieren".


Westliche Geheimdienstkreise vermuten, dass es sich bei der Al-Nusra-Front um eine Gruppe der Al-Kaida im Irak handelt. Die Islamisten hatten erstmals im Januar von sich reden gemacht, als sie über ihren Anführer Abu Mohammed al-Dschulani zum Kampf gegen die Führung in Damaskus aufgerufen hatten. Seitdem hat sich die Gruppierung mit mehreren Anschlägen in Verbindung gebracht.

Video ansehen 01:47

Doppelanschlag in Damaskus

Nach Angaben des syrischen Innenministeriums wurden bei den Attentaten vom Donnerstag auch mehr als 370 Menschen verletzt. Es waren die blutigsten Anschläge seit Beginn des Aufstandes gegen das Assad-Regime vor 14 Monaten. Die Attentäter hatten ihre mit Sprengstoff beladenen Fahrzeuge fast gleichzeitig zur Explosion gebracht, die Sprengkraft entsprach mehr als einer Tonne TNT.

Explosion vor Räumen der Baath-Partei

Syriens Präsident Baschar al- Assad (Foto: AP)

Syriens Präsident Baschar al- Assad

Einen Tag nach den Doppelanschlägen erschütterte eine weitere Explosion die syrische Wirtschaftsmetropole Aleppo, wie die in London ansässige Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Anschließend hätten Bewaffnete das Feuer auf die Räumlichkeiten der regierenden Baath-Partei von Präsident Assad eröffnet und dabei einen Sicherheitsmann getötet. Seit dem Beginn der Proteste gegen Assad kamen in Syrien bisher mehr als 12.000 Menschen ums Leben.

GD/rb (rtr, dapd, afp)

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