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Kultur

"Beispiellose globale Katastrophe"

UN-Generalsekretär Kofi Annan hat dazu aufgerufen, die Hilfe für das Katastrophengebiet im Indischen Ozean als eine globale Aufgabe zu betrachten. Die bisherige Spendenbereitschaft sei "zufrieden stellend".

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Durch die Flutwelle in Südasien sind mindestens 115.000 Menschen getötet worden. Das bestätigte UN-Generalsekretär Kofi Annan am Donnerstag (30.12.04) bei einer Pressekonferenz in New York. Mindestens eine halbe Million Menschen seien "bei dieser beispiellosen globalen Katastrophe" verletzt worden. Schätzungen der jeweiligen Regierungen der betroffenen Staaten lassen befürchten,
dass sogar bis zu 130.000 Menschen ums Leben gekommen sind. "Es gibt noch immer zahlreiche Dörfer auf Sumatra, die wir noch nicht erreichen konnten."

Kombo Seebeben Indien Hilfe für Opfer

Eine halbe Milliarde Spenden

Es sei eine "ebenfalls beispiellose internationale Reaktion"
erforderlich, um rund fünf Millionen Not leidenden Überlebenden dringend Hilfe zu leisten, sagte Annan. "Wir werden alles nur Mögliche unternehmen, um ihr Leben und ihre Region wieder aufzubauen", versprach der UN-Chef. Bislang hätten mehr als 30 Staaten und Organisationen mehr als eine halbe Milliarde Dollar an finanzieller Hilfe bereitgestellt oder fest zugesagt.

Kofi Annan, UNO Generalsekretär

Kofi Annan, UNO Generalsekretär

Die Reaktion der internationalen Gemeinschaft sei "so weit zufrieden stellend", sagte der UN-Chef. Die angebliche Kritik aus seinem Haus an der mangelnden Hilfsbereitschaft der USA räumte Annan mit den Worten vom Tisch, "ich applaudiere der US-Regierung und US-Präsident George W. Bush für das, was sie bisher getan haben". Über das bisher versprochene Geld hinaus erhoffen sich die UN weitere finanzielle Unterstützung von einem offiziellen Spendenaufruf, der am 6. Januar und erneut am 11. Januar an die Regierungen in aller Welt gerichtet werden soll.

Eine langfristige Herausforderung

Auch Millionen Privatpersonen in aller Welt würden zur größten Hilfsaktion in der Geschichte der UN beitragen, lobte Annan. "Jeder scheint zu verstehen, dass wir enorm viel Geld und viel Einsatz brauchen", um den Menschen in der betroffenen Region zu helfen. Laut Annan muss nach der unmittelbaren Nothilfe für eine sehr lange Zeit Wiederaufbauhilfe geleistet werden. Die UN würden auch dabei die Koordinierung unternehmen. (kas)

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  • Datum 30.12.2004
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