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Vor dem 13. Spieltag

Beide Borussias unter Druck

Weder der BVB noch die "Fohlen" sind zufrieden mit dem Saisonverlauf. Während Dortmunds Elf eine Antwort auf die Kritik des Trainers geben muss, um oben dranzubleiben, wird die Luft in Mönchengladbach langsam dünn.

Die einen dürfen nicht verlieren, wenn sie ganz oben dranbleiben wollen, die anderen müssen gewinnen, um den Absturz in die Abstiegszone zu vermeiden. Vom Tabellenstand ist Borussia Dortmund als Sechster (21 Punkte) in der komfortableren Position als der 13. Borussia Mönchengladbach (13). Dennoch herrschte beim BVB in der vergangenen Woche mehr Unruhe als bei den Gladbachern. Dortmunds Trainer Thomas Tuchel hatte mit seiner heftigen Kritik an seinen Spielern nach der 1:2-Niederlage in Frankfurt ein ziemliches Echo ausgelöst. "Technisch, taktisch, mental und von der Bereitschaft her - unsere Leistung war ein einziges Defizit", hatte Tuchel gemäkelt und sich damit bei den Spielern sicher nicht nur Freunde gemacht. Die Vereinsführung schwieg lange, bis am Mittwoch Hans-Joachim Watzke via vereinseigener Homepage das Wort ergriff.

Tuchel ist in Dortmund nicht unumstritten, gegen Mönchengladbach muss sich nun zeigen, ob sein Rundumschlag die Leistung der BVB-Elf eher beflügelt oder hemmt. "Ich bin der Meinung, dass die Aussagen nicht so schlimm waren, um die heftigen Reaktionen zu rechtfertigen", sagte Tuchel am Freitag. "Das Echo hat mich überrascht" Seine Spieler haben allerdings bereits eine Reaktion gezeigt. Die Trainingswoche sei herausragend gut gewesen, so Tuchel: "Wir können nicht beweisen, ob es wegen oder trotz der Kritik war." 

Nun kommt mit der "Fohlenelf" so etwas wie ein Wunschgegner. Neunmal trug der BVB in den vergangenen zehn Heimspielen gegen Gladbach den Sieg davon, in den letzten vier Duellen mit einem Torverhältnis von 12:0. "Ich erwarte eine gute Leistung, und ich erwarte, dass wir drei Punkte holen, die wir unbedingt benötigen", stellte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc im Fußball-Fachmagazin "Kicker" den Dortmunder Anspruch klar. 

Stindl: "Platz 13 ist nicht unser Anspruch"

Kleinere Brötchen muss dagegen die andere Borussia derzeit backen. Am vergangenen Wochenende gegen Hoffenheim (1:1) wurde erneut eine Führung verspielt. Es war das siebte Bundesligaspiel in Serie ohne Sieg. Kapitän Lars Stindl versichert vor dem Borussen-Duell, dass die Mannschaft den Ernst ihrer Situation erkannt hat. "Auf gar keinen Fall unterschätzen wir die Situation", sagte Stindl bei bundesliga.de. "Wir sind uns der aktuellen Lage und der Tabelle sehr bewusst und wissen, dass wir in der Bundesliga ein Stück weit hinterherhinken. Platz 13 kann nicht unser Anspruch sein."

Deutschland Gladbach gegen Köln (picture alliance /dpa/J.Güttler)

Gladbachs Mannschaftskapitän Lars Stindl erwartet mehr von seinen Mitspielern und sich selbst

Das Ansehen und der Rückhalt des Trainers André Schubert bei den Fans hat durch die Talfahrt der vergangenen Wochen gelitten. Dennoch hält Sportdirektor Max Eberl ihm die Stange und auch Mönchengladbachs Vizepräsident Rainer Bonhof demonstrierte Ruhe: "Bei uns passiert nichts, der Trainer sitzt fest im Sattel", sagte der Weltmeister von 1974 nach dem Hoffenheim-Spiel am vergangenen Samstag. 

Viele Gründe, die Hoffnungen auf einen Auswärtssieg in Dortmund wecken könnten, gibt es für Mönchengladbach aber nicht. Die Gladbacher sind auswärts sehr schwach und haben in dieser Saison auf fremden Platz erst zwei Treffer erzielt. Insgesamt lässt die Chancenverwertung zu wünschen übrig. Mit 13,2 Prozent genutzter Möglichkeiten bewegt sich Mönchengladbach als 14. aller Bundesligisten zwischen den Abstiegskandidaten - und dort könnte sich die Borussia nach einer weiteren Pleite in Dortmund auch in der Tabelle bald wiederfinden.  

Welche Serie endet bei Leipzig gegen Schalke?

Bundesliga SC Freiburg - RB Leipzig (Picture-Alliance/dpa/P. Seeger)

Jubeln die "Roten Bullen" auch gegen Schalke?

Eröffnet wurde der 13. Spieltag am Freitagabend mit einem 3:1-Sieg des FC Bayern beim FSV Mainz 05. Damit sind die "Leipzig-Jäger" aus München zumindest für eine Nacht wieder Tabellenführer. Am Samstagnachmittag treffen neben Dortmund und Gladbach auch Bayer 04 Leverkusen und der SC Freiburg aufeinander. Die "Werkself" steckt in der Ergebniskrise und muss zudem die Verletzung von Kevin Volland verkraften, der mit einer Muskelverletzung lange ausfällt. Außerdem spielt der VfL Wolfsburg gegen Hertha BSC, und 1899 Hoffenheim gegen den 1. FC Köln. Werder Bremen empfängt den FC Ingolstadt (alle Spiele um 15:30 Uhr). Am Samstagabend muss RB Leipzig dann beweisen, dass es auch gegen den FC Schalke bestehen kann (18:30 Uhr). Beide Klubs haben einen Lauf und sind seit 12 Pflichtspielen ungeschlagen - Leipzig hat zuletzt sogar siebenmal hintereinander gewonnen.

Am Sonntag folgen die Partien Darmstadt 98 gegen den Hamburger SV (15:30 Uhr) und FC Augsburg gegen Eintracht Frankfurt (17:30 Uhr).

Alle Spiele des 13. Spieltags der Fußball-Bundesliga können Sie im DW-Liveticker oder via Twitter unter "dw_sport" mitverfolgen. Wir starten mit der Berichterstattung jeweils ca. 15 Minuten vor Anpfiff.

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