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Aktuell Kultur

Beginn des Fastenmonats Ramadan

Für die weltweit rund 1,3 Milliarden Muslime beginnt der Fastenmonat Ramadan. Vor allem auf der arabischen Halbinsel und in Afrika werden die kommenden vier Wochen eine große Herausforderung für die Gläubigen.

Das Fasten im Ramadan ist neben täglichen Gebeten, dem Glaubensbekenntnis, dem Geben von Almosen und der Wallfahrt nach Mekka einer der fünf Grundpfeiler des Islams. Bis zum 28. Juli verzichten gläubige Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Speisen und Getränke. Auch Rauchen und Sex sind in dieser Zeit verboten. Bei Sonnenuntergang versammelt sich dann meist die ganze Familie zum gemeinsamen Fastenbrechen.

Weil sich der Beginn des Ramadan nach dem Neumond richtet, wird in einigen Ländern bereits einen Tag früher gefastet. In Saudi-Arabien, Ägypten, Syrien, der Türkei und in Indonesien ist der Auftakt am heutigen Sonntag. Der südostasiatische Inselstaat ist das bevölkerungsreichste islamische Land der Welt. Fast 90 Prozent der mehr als 240 Millionen Indonesier sind Muslime. Nachzügler sind die Länder Pakistan und Indien. Dort wird erst ab Montag gefastet.

Ausnahmen vom Fasten möglich

Der Beginn des Ramadan verschiebt sich jedes Jahr um etwa zwei Wochen. Fällt er wie dieses Jahr in den Sommer, ist es vor allem in den afrikanischen Ländern und auf der arabischen Halbinsel schwierig, das Fastengebot einzuhalten, weil die Tage lang und heiß sind. Vom Fasten ausgenommen sind deshalb Kranke, Reisende, Kindern und Frauen während der Schwangerschaft oder der Menstruation.

Der Ramadan gilt als Zeit der Besinnung und soll den Glauben und die Selbstdisziplin der Gläubigen stärken. Er gilt auch als Monat des Friedens und der Versöhnung. Islamistische Terrororganisationen verübten in der Vergangenheit allerdings bewusst in diesem Zeitraum Anschläge auf "Ungläubige" und "Abtrünnige".

joz/haz (dpa, AFP)