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Fußball

Befreiungsschlag für Freiburg

Abstiegskampf pur: Während der Hamburger SV zuhause den 1. FC Nürnberg dominiert und am Ende doch nur knapp gewinnt, geht es Frankfurt umgekehrt. Die Eintracht unterliegt Freiburg und steht nun vor einem Problem.

Manchmal ist es ganz einfach: Wer im Abstiegskampf seine Chancen nicht nutzt, wird bitter bestraft. So geschehen in Frankfurt, wo die Eintracht eine gute halbe Stunde lang erfolglos auf das Tor des SC Freiburg einschoss - und dann in Rückstand geriet: Pavel Krmas verlängerte eine Ecke per Kopf auf Julian Schuster, der einen echten Kunstschuss im Tor unterbrachte: Im Rückwärtsfallen hebelte er den Ball über sich hinweg in die Maschen, 1:0 für Freiburg. Ganz Frankfurt rieb sich die Augen.

Frankfurt spielt, Freiburg macht die Tore

Und das Ganze sollte sich in der 2. Halbzeit wiederholen: Frankfurt machte das Spiel, Freiburg das zweite Tor. Admir Mehmedi zirkelte einen Traumpass von der Mittellinie auf den durchstartenden Karim Guédé. Der startete durch, umdribbelte im Strafraum Keeper Kevin Trapp und erzielte aus spitzem Winkel das 2:0 (54.). Doch Frankfurt antwortete wütend: Mit einem tollen Trick legte Jan Rosenthal ab auf Joselu, der aber zwei Anläufe benötigte, um den zum wiederholt klasse reagierenden Baumann zu überwinden (59.). Frankfurt belohnte sich endlich für sein hartnäckiges Anrennen auf das Freiburger Tor. War dies der Startschuss für die große Aufholjagd? Nein.

Freiburg spielte das eiskalte Konterteam. Der eingewechselte Felix Klaus nutzte seine Schnelligkeit bei einem plötzlichen Gegenstoß, setzte sich beherzt durch und traf über Trapp hinweg ins Frankfurter Tor zum 3:1, in der Nachspielzeit erhöhte Guédé sogar noch auf 4:1-Endstand (Halbzeit: 1:0). Frankfurt ist damit wieder mittendrin im Abstiegskampf. Nur vier Punkte liegen zwischen der Eintracht und den Freiburgern, die sich an Stuttgart vorbei auf den Relegationsplatz 16 vorgearbeitet haben.

Hamburgs Dauerfeuer wurde belohnt

Manchmal ist das mit der Logik im Abstiegskampf jedoch nicht ganz so leicht: Auch der HSV vergab endlos viele Torchancen im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg. Doch anders als in Frankfurt blieb die Fahrlässigkeit am Ende eine Randnotiz: Der HSV gewann am Ende knapp, aber hochverdient mit 2:1 (0:0) gegen Konkurrent 1. FC Nürnberg. Damit verschaffte sich die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka etwas Luft im Abstiegskampf: Der HSV springt auf Platz 14 der Tabelle, während Nürnberg wieder mehr in die Bredouille gerät. "Wir mussten dieses Spiel unbedingt gewinnen und haben alles in die Wagschale geworfen", sagte Hamburgs Sportdirektor Oliver Kreuzer nach der Partie. Der HSV begann die Partie beherzt: Innerhalb der ersten zwei Minuten sorgten zunächst Rafael van der Vaart mit einem scharf getretenen Freistoß, den Johan Djourou nur knapp verpasste, und kurz danach Hakan Calhanoglu mit einem satten Schuss in Richtung langes Eck für mächtig Wirbel vor dem Tor des FCN. Das türkische HSV-Talent prüfte Nürnbergs Torhüter Raphael Schäfer nach einer Viertelstunde erneut mit einem Fernschuss. Calhanoglu entwickelt sich immer mehr zum zentralen Leistungsträger des HSV - und das mit gerade einmal 20 Jahren.

Hamburgs Jacques Zoua (2.v.l) und Nürnbergs Torwart Raphael Schäfer (l.) kämpfen um den Ball. (Foto: Christian Charisius/dpa)

Autsch! Nürnbergs Torwart Raphael Schäfer (l.) räumt Hamburgs Jacques Zoua (2.v.l) kompromisslos ab.

Das Spiel ging weiter fast nur in Richtung Tor des FCN: Hamburg mühte sich nach Kräften, Nürnberg nicht zur Ruhe kommen zu lassen, setzte die Vorgabe von Trainer Mirko Slomka, möglichst schnell nach vorne zu spielen, konsequent um. Und doch zeigten die insgesamt zwölf Torschüsse des HSV in der 1. Halbzeit auch ein großes Problem des Bundesliga-Dinos: die Chancenverwertung ist mau.

Im zweiten Durchgang machten die Hamburger unbeirrt weiter, wollten unbedingt das erste Tor. Nach einer knappen Stunde brachte van der Vaart den Ball spitzem Winkel zu ungenau aufs Tor und eine Viertelstunde später konnte auch Ivo Ilicevic Nürnbergs Torhüter Schäfer nicht bezwingen. Dann war es Hakan Calhanoglu, der dem Hamburger Zittern ein Ende setzte. Erst eroberte er selbst den Ball, setzte zu einem kurzen Lauf in Richtung FCN-Strafraum an und jagte den Ball dann, leicht abgefälscht, über Torwart Schäfer hinweg ins Tor - ein Schuss wie ein türkischer Krummsäbel. Calhanoglu war einmal mehr also der Garant für Hamburgs intakte Hoffnungen auf den Klassenerhalt. Die Spannung war spätestens in der 86. Minute raus: Denn FCN-Spieler Mike Frantz versenkte eine HSV-Flanke gleich selbst im Tor, 2:0 für den HSV. In der Nachspielzeit verkürzte Josip Drmic mit einer schönen Einzelleistung noch auf 1:2 (90.+1). Doch dies war auch der Endstand, weil HSV-Keeper René Adler einen fulminanten Freistoß von José Campaña noch aus dem Winkel fischte - Glück gehabt, HSV.

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