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Beethovenfest

Beethovenfest Bonn 2005

Das Motto des diesjährigen Beethovenfestes in Bonn vom 8. September bis 2. Oktober lautet „Liberté“. Viele internationale Stars sind wieder dabei.

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Das Beethovenfest Bonn

Das Beethovenfest Bonn nennt sich zwar nicht mehr ausdrücklich „Internationales“, doch international bleiben Ausrichtung und Angebot. Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Horst Köhler werden die 64 Veranstaltungen samt Rahmenprogramm vom 8. September bis zum 2. Oktober an 25 Spielstätten in Beethovens Geburtstadt Bonn und in der Umgebung stattfinden.

Wie viele andere Musikfeste auch gibt es hier einen Länderschwerpunkt. Richtete man 2004 mit Bohemia den Blick nach Osten, so orientiert man sich 2005 mit dem Motto Liberté westlich, genauer gesagt, an dem französischen Kulturraum.

Intendantin Ilona Schmiel zum Festivalmotto und zu den Höhepunkten der diesjährigen Ausgabe: „Wir haben das Motto ‚Liberté’: Schlachtruf, Schlüsselwort der französischen Revolution. Es gibt sehr viele Bezüge zu diesem Motto: 200. Geburtstag von Friedrich Schiller, 1805: erste Aufführung von „Fidelio“. Wir machen eine Zeitreise durch Revolutionsmusiken, die eine große Auswirkung auf Beethoven hatten, und das zeigen wir sämtlichen Besuchern in einem großangelegten Kontext. Orchestre National de France mit Kurt Masur ist sicherlich ein Highlight mit einem rein französischen Programm. Jean-Yves Thibaudet, Lise de la Salle, Helène Grimaud, natürlich New York Philharmonic mit Lorin Maazel, aber auch ein Altmeister wie Alfred Brendel.“

Die Zeit der Aufklärung, die Zeit Ludwig van Beethovens, war eine Zeit revolutionärer Ideen und gesellschaftlicher Umwälzungen. Es war aber auch die Zeit der Gründung der ersten bürgerlichen Orchester und Musikgesellschaften. Betont museal ist das Beethovenfest allerdings nicht, stehen doch acht Auftragswerke auf dem Programm. Aber selbstverständlich auch Beethoven selbst, unter anderem in Form mehrerer Zyklen. Seine 32 Klaviersonaten werden von den Pianisten Garrick Ohlsson, Andreas Staier, Louis Lortie und Bernd Glemser aufgeführt. Das Beaux Arts Trio führt an zwei Abenden sämtliche Klaviertrios Beethovens auf. Sämtliche späten Streichquartette Beethovens stehen auch auf dem Programm. Apropós Streichquartette: Aufbauend auf die im Vorjahr stattfindende „Lange Nacht der Klaviere“ wird es diesmal in verschiedenen Räumen des Bonner Kunstmuseums eine „Lange Nacht der Streichquartette“ geben. Ferner, am 25. September, 200 Jahre genau nach der Uraufführung von Beethovens Oper „Fidelio“, wird diese in einer Neuinszenierung von Günter Krämer in der Bonner Oper präsentiert. Ähnlich wie andere Klassik-Musikfeste gibt es beim Bonner Beethovenfest eine vorsichtige Öffnung zu anderen Musikrichtungen: etwa Chanson mit Ute Lemper oder Dominique Horwitz.

3 Fahnen vor Uni Beethoven Beethovenfest Bonn 2005

Ein Sonderkonzert des Bonner Beethovenfestes 2005 findet übrigens bereits am 17. März statt. In der Beethovenhalle wird Musik von Berlioz, Ravel und Beethoven vom NDR Sinfonieorchester unter Leitung von Christoph von Dohnányi aufgeführt.

Orchestercampus

Das Orchestercampus, ein Gemeinschaftsprojekt mit der Deutschen Welle, geht 2005 ins fünfte Jahr. Nach der Ukraine, der Türkei, Georgien und China ist diesmal Polen mit einem Jungendorchester an der Reihe. Passend zum Deutsch-Polnischen Jahr 2005-2006 kommt diesmal das Orchester der Musikakademie Krakau nach Bonn.

Beethovenfest 2004 - Bilanz

Die Auslastung 2004 betrug 88 Prozent, was die Veranstalter ermutigt hat, das Angebot 2005 mit insgesamt 40.000 Karten um 5 Prozent auszubauen. Weiterhin stiftet die Stadt Bonn 1,3 Millionen Euro beziehungsweise ein Drittel des Etats. Sie bleibt damit der größte Förderer des Beethovenfestes – und diesen Status, so die Bonner Oberbürgermeisterin bei der Pressekonferenz am 10. März, wird von niemandem in Frage gestellt.

Preview of the Beethoven Festival in Bonn 2005

The Beethoven Festival in Bonn may have dropped the “International” from its name, but its scope and lineup certainly remain so. Under the patronage of German President Horst Köhler, the sixty-four events and additional side events will take place from September 8 until October 2 at twenty-five locations in Bonn, the city where Beethoven was born, as well as in the surrounding region. Like other festivals, it focuses on the musical culture of a particular country each year. With the motto Bohemia in 2004, attention turned to Germany’s East. In 2005 the motto is Liberté, turning to the West, or to be more precise, to France and its cultural sphere. Festival Director Ilona Schmiel on the motto and the highlights of this year’s festival:

We have the motto Liberté: call to arms and key concept of the French Revolution. There are many historical connections, including the two hundredth birthday of Friedrich Schiller in 1805 and the first performance of “Fidelio.“ We will embark on a voyage through time to hear the music that had a great effect on Beethoven, and we will present it to all visitors in a grand context. One highlight is certainly the Orchestre National de France with Kurt Masur and an all-French program. We also have Jean-Yves Thibaudet, Lise de la Salle, Helène Grimaud and of course the New York Philharmonic with Lorin Maazel, but also an older master of the calilber of Alfred Brendel.

The Age of Enlightenment referred to by Ilona Schmiel, the age of Ludwig van Beethoven, was a time of revolutionary ideas and social upheaval. The first orchestras and music societies for middle-class citizens also date from that era. But the Beethoven Festival is not primarily a museum of music history, as this year’s lineup includes eight newly commissioned works. Of course, much Beethoven will be heard as well, including several cycles. His thirty-two piano sonatas will be played by Garrick Ohlsson, Andreas Staier, Louis Lortie and Bernd Glemser. In two recitals, the Beaux Arts Trio will perform Beethoven’s complete piano trios. The program also includes all of Beethoven’s late string quartets. On that subject: building on last year’s experience of the “Long Night of the Pianos,” this time a “Long Night of the String Quartets” will take place in various rooms of the Bonn Art Museum. And on September 25, two hundred years to the day after the premiere of “Fidelio,” Beethoven’s only opera will be re-staged at the Bonn Opera House by director Günter Krämer. As with other classical music festivals, there is also a careful opening of the repertoire to include other genres, including chansons as sung by Ute Lemper and Dominique Horwitz.

The Orchestral Campus, a collaboration with Deutsche Welle, enters its fifth year in 2005. After Ukraine, Turkey, Georgia and China in past seasons, this time it is the turn of Poland and of a youth orchestra from that country. Fitting the German-Polish Year 2005-2006, the Orchestra of the Krakau Music Academy will be coming to Bonn.

In 2004, eighty-eight percent of the available tickets were sold, encouraging the festival organizers to expand the offerings in 2005 by five percent to a total of forty thousand tickets. The city of Bonn continues to supply 1.3 million Euros, roughly one-third of the total budget. The municipal subsidy is thus the greatest source of funding for the Beethoven Festival, and as Bonn’s Mayor Bärbel Dieckmann stated at the press conference on March 10, this support remains a given.

Agata Zubel:

Herausragende Musikerin mit enormer Leidenschaft

- Junge Musikerin mit beachtlicher Karriere

Die polnischen Medien feiern sie einhellig als „herausragende künstlerische Persönlichkeit“: Agata Zubel, 1978 in Breslau geboren, kann auf eine ebenso kurze wie beachtliche Karriere zurückblicken. Schon das Kompositionsstudium an der Karol-Lipinski-Musikhochschule ihrer Heimatstadt offenbart ihre ungewöhnliche Begabung: Die junge Polin schließt die Ausbildung mit Auszeichnung ab. Besonders verbunden fühlt sie sich der zeitgenössischen Musik. Ihre große Leidenschaft gilt dem Gesang. Genauer gesagt: der experimentellen Vokalmusik.

Bei ersten Auftritten auf internationalen Festivals in Polen, etwa beim renommierten „Warschauer Herbst“ oder bei Gastspielen an der Breslauer Philharmonie sorgt die sie für Aufsehen. Es folgen internationale Engagements in Rom, Moskau und Zürich. Agata Zubel wird als Entdeckung gefeiert. Neben dem Publikum ist auch die Musikkritik begeistert. Bedeutende Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben verleihen ihrer Karriere weiteren Glanz.

Stipendien des polnischen Kulturministeriums und der Münchner Siemens-Stiftung tragen dazu bei, dass sie sich noch stärker dem Komponieren widmen kann. Mit 24 Jahren legt Agata Zubel ihre „1. Symphonie für das symphonische Orchester“ vor. Etwa 20 weitere größere Werke zeugen von außergewöhnlich kreativem Potenzial und enormem Schaffensdrang.

- Deutsche Welle vergab Kompositionsauftrag an Agata Zubel

Jetzt stellt sie sich erstmals dem deutschen Publikum vor: mit einer eigenen Komposition im Auftrag der Deutschen Welle. Die Uraufführung ist am Mittwoch, 14. September 2005, in der Beethovenhalle. Ungewöhnlich ihre Idee: Acht Gruppen von jeweils neun Musikern platziert sie rund um die Zuhörer. Den Mittelpunkt der Installation bilden eine Gruppe von vier Schlaginstrumenten und der Dirigent. Agata Zubel zu ihrem Projekt: „Ich will in Bonn einen mystischen und gewissermaßen kosmischen Raum schaffen. Eine ‚Sinfonie concertante‘ für Schlagzeug und Orchester.“

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