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Musik

Beethoven: Waldstein-Sonate mit dem Pianisten Stefan Cassomenos

Auf die Suche nach dem wahren Beethoven spielt ein junger australischer Preisträger in der Beethovenstadt.

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Sonate Nr. 21 C-Dur op. 53 ("Waldstein")
Stefan Cassomenos, Klavier
Aufgenommen von der Deutschen Welle (DW) im Collegium Leoninum, Bonn, am 15. September 2014

Obwohl Stefan Cassomenos die Werkauswahl für seinen Klavierabend beim Beethovenfest weitgehend selber treffen durfte, beugte er sich auch einem Wunsch des Veranstalters und fügte Beethovens "Waldstein-Sonate" in das Programm ein. Es war ein neues Werk im Repertoire des 1985 in Melbourne/ Australien geborenen Pianisten.

Wie Cassomenos der DW erzählte, stellen die Klaviersonaten Beethovens den Künstler vor eine ganz besondere Herausforderung: Wenn er diese Werke mit ihren höchst unterschiedlichen Stimmungen einstudiere, müsse er ständig die Ideen ausprobieren, die ihm zunächst bei einem Stück gekommen seien und sie dann auf ihren Wahrheitsgehalt hin prüfen, so der Pianist. Nur nach und nach erkenne er dann, "ob diese Ideen passen oder nicht. Im Laufe der Zeit kristallisiert sich eine Art Wahrheit heraus, wie die Sonate klingen sollte."

In der Entstehungszeit der Waldstein-Sonate um 1803/1804 muss das Werk für die Zuhörer etwas ganz Besonderes gewesen sein. Das Klavier des berühmten Instrumentenbauers Sébastien Érard bot mit einem erweiterten Tonkompass und schnellen Tonwiederholungen neue technische Möglichkeiten. Érard hatte Beethoven eines seiner neuartigen Tasteninstrumenten geschenkt, und der Komponist nutzte es reichlich.

Was es ihm bedeutet, Beethoven in Bonn zu spielen? Da ist sich Cassomenos mit anderen Künstlern des Beethovenfestes einig: In der Geburtsstadt des Komponisten sei die Beethoven-Tradition sehr lebendig. "Wenn ich Beethoven hier spiele, spüre ich vom Publikum her eine besondere Atmosphäre. Man bekommt deutlich mit, wie sie zuhören und dass sie seine Musik besonders kennen und schätzen", sagte er.