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Musik

Beethoven und mehr 2011 Podcast 35: Geduld, Ausdauer, Idealismus

Ein lautmalerisches Stück Programmmusik symbolisiert den Charakter des irakischen Volkes und lässt die Größe des oft missverstandenen Landes spürbar werden.

National Youth Orchestra of Iraq (Das Irakische Jugendorchester) bei der erstes Probe in der Beethovenhalle in Bonn am 18.9.2011. Bild: DW

Mohammed Amin Ezzat

Desert Camel (Auftragswerk der Deutschen Welle)
National Youth Orchestra Iraq
Mitglieder des Bundesjugendorchesters
Dirigent: Paul MacAlindin
MP3 in der Beethovenhalle Bonn am 1. Oktober 2011 von der Deutschen Welle aufgenommen (DW)

33 junge irakische Musikerinnen und Musiker trafen sich erstmals 2009 im Rahmen einer zweiwöchigen Sommerakademie. Das Projekt "National Youth Orchestra Iraq" erhielt Unterstützung von der kurdischen Regierung im Irak und dem British Council, existiert aber vor allem durch das enorme Engagement der Musiker selbst. Die meisten sind Autodidakten und erhalten von ihren Tutoren aus dem Ausland Unterricht per Internet Livestream. Einige müssen ihr "Musik- Hobby" wegen verbreiteter Vorbehalte gegen westliche Musik sogar vor Freunden, Familie oder Nachbarn rechtfertigen.

Die Deutsche Welle und das Beethovenfest setzten das Projekt im Rahmen des Beethovenfestes 2011 fort. Nach einer Probenphase im irakischen Arbil und zwei Wochen in Bonn trat das Jugendorchester beim Campuskonzert auf. Auf dem Programm stand auch "Desert Camel", das der in Bagdad lebende arabisch-irakische Komponist Mohammed Amin Ezzat schrieb.

Ezzat ist Chefdirigent des Nationalen Symphonieorchesters des Irak. Über seine neueste Komposition resümierte er: "Desert Camel ist ein dramatisches Werk, das von einem Kamel und seiner Geliebten erzählt. Wegen seiner Geduld, seines Mutes und seiner Fähigkeit, der Weite der Wüste, der Isolation und der Entfremdung am Scheideweg der Elemente ... zu widerstehen, ist es wie ein Schiff in der Wüste. In seinem Kampf ums Überleben gibt es keine Hindernisse zwischen ihm und dem Rest der Welt."

Autor: Rick Fulker
Redaktion: Suzanne Cords