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Musik

Beethoven und mehr 2011 Podcast #1: Jugendliche Frische im Beethovenhaus

Die Aufführung aller zehn Violinsonaten ist für Julian Rachlin und Itamar Golan die "Erfüllung eines großen Wunsches". Zu ihren Lieblingswerken zählen die frühen Sonaten.

Beethovenhaus in Bonn

Ludwig van Beethoven


Sonate für Klavier und Violine in D-Dur, op. 12/1, 3. Satz: Rondo.
Julian Rachlin, Violine
Itamar Golan, Klavier
MP3 aufgenommen im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses am 17. September 2011 von der Deutschen Welle (DW)

Als Julian Rachlin und Itamar Golan 2009 erstmals alle Violinsonaten Beethovens als Konzert-Zyklus in Wien vorgestellt haben, war das für beide die "Erfüllung eines großen Traums", an dem sie lange gearbeitet haben. Den Zyklus nun im Bonner Beethoven-Haus aufzuführen, ist für beide "ein noch größerer Traum, eine Riesenehre und eine Herausforderung", erklärten sie. "Beethoven im Beethoven-Haus, in der Stadt, in der er geboren wurde, zu spielen, ist immer etwas ganz besonderes."

Als Ludwig van Beethoven Anfang 1799 seinen Violin-Erstling, die drei Violinsonaten op. 12, herausgab, widmete er sie dem Komponisten Antonio Salieri. Beethoven, damals noch ein Unbekannter in Wien, wollte damit auf sich aufmerksam machen und sich gut mit Salieri stellen, dem wohl einflussreichsten Mann im Wiener Musikleben, der ihm viele Tore öffnen konnte.

Bei aller jugendlichen Frische der Werke, für die zeitgenössischen Ohren enthielten schon diese frühen Werke viele ungewohnte und neue Klänge. Damals murrten die Kritiker: "Es ist unleugbar, Herr van Beethoven geht einen eigenen Gang; aber was ist das für ein bizarrer Gang!"

Julian Rachlin sagte in einem Interview für die DW: "Beethoven war ein junger Wilder mit revolutionärem Potential. Wenn sich im letzten Jahrhundert die Leute etwa über die neuen Rhythmen des Rock 'n' Roll aufgeregt haben, so haben auch die unregelmäßigen Rhythmen in Beethovens Final-Rondo die Zeitgenossen ins rhythmische Stolpern gebracht."

Autorin: Marita Berg
Redaktion: Rick Fulker