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Beethovenfest

Beethoven auf der Überholspur

Auch die Klassik hat ihre Charts. Bisher lag Mozart unangefochten vorne in der Bestenliste des britischen Senders "Classic FM". Doch jetzt hat Beethoven ihn erstmals eingeholt.

Spitzenreiter im 1996 vom britischen Klassiksender "Classic FM" gegründeten "Hall of Fame Chart" war bisher stets Wolfgang Amadeus Mozart. Im aktuellen Jahrgang ist Mozart mit 16 der 300 beliebtesten Werke immer noch stark vertreten. Erstmals wurde er jedoch auf den zweiten Platz verwiesen. Mit 19 Platzierungen unter den Top-300 ist Ludwig van Beethoven nun der beliebteste Komponist. Drei seiner Werke landeten sogar in den Top-10. Die Umfrageergebnisse wurden am Montag (28.03.2016) bekannt gegeben.

Ein Grund für Beethovens gewachsene Popularität, sagte der Radiomoderator John Suchet, läge wohl an der Verwendung seiner Werke in Filmproduktionen wie etwa "The King's Speech" aus dem Jahr 2010, in dem Beethovens Sinfonie Nr. 7 zitiert wird; Wikipedia führt sogar ganze 14 Filme auf, in denen allein dieses Werk vertreten ist. Dieser Tonschöpfer, so Suchet, sei jedoch allgemein sehr bekannt: "Wenn man auf der Straße in irgendeiner Klein- oder Großstadt der Welt steht, wird es dort jemanden geben, der Beethovens Werk kennt."

Papp-Mozart in Salzburg

Mozart hat nun das Nachsehen

Das erfolgreichste neue Werk in der Liste, "Shenmue", schrieben die japanischen Komponisten Yuzo Koshiro und Ryuji Iuchi für ein Videospiel. Durch seine Musik zum neuen "Krieg der Sterne"-Film genießt der Amerikaner John Williams inzwischen den Status als populärsten lebenden Komponisten.

Die Spitzenposition besetzt jedoch zum siebten Mal ein Werk, das vor dem Zeitalter der Massenmedien entstand: Der britische Komponist Ralph Vaughan Williams schrieb "The Lark Ascending" im Jahr 1914.

rf/pg the guardian/classic fm

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