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Politik

Beeindruckendes Arsenal

Nordkorea hat mit der Wiederaufnahme seiner Raketentests gedroht. Nach dem Ausstieg aus dem Atomwaffensperrvertrag geht Pjöngjang damit weiter auf Konfrontationskurs zur internationalen Staatengemeinschaft.

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Raketen als Einnahmequelle

Vor allem die USA befürchten, dass Nordkorea seine Raketentechnologie für den Einsatz von Atomwaffen nutzen könnte. Nordkorea startete sein Raketenprogramm nach Einschätzung südkoreanischer Experten bereits Ende der 60er Jahre. Inzwischen umfasst das Raketenarsenal Pjöngjangs mehrere Typen.

Südkorea: Demonstration gegen die Atompolitik Nordkoreas

Auch in Südkorea macht man sich Sorgen

Von den Raketen Frog 5 und Frog 7 mit Reichweiten über 50 beziehungsweise 70 Kilometern hat die nordkoreanische Armee nach Einschätzung des Internationalen Instituts für Strategische Studien in London (IISS) jeweils etwa 50 Exemplare. Zu den Hauptexportartikeln des stalinistischen Landes zählen mittlerweile die Scud-B- und Scud-C-Raketen. Die in der Sowjetunion entwickelten Scud-B-Raketen können bei einer Reichweite von etwa 300 Kilometern Sprengkörper mit einem Gewicht von bis zu 1000 Kilogramm aufnehmen.

Die Weiterentwicklung vom Typ C kann die tödliche Ladung bei einer geringeren Traglast von etwa 700 Kilogramm bis zu 500 Kilometer weit transportieren. Südkoreanischen Geheimdiensten zufolge kann das Nachbarland bis zu zwölf Scud-C-Raketen im Monat herstellen. Ebenfalls zum Arsenal gehört die 1300 Kilometer weit reichende Rodong-1-Rakete für bis zu tausend Kilogramm schwere Geschosse.

Nach südkoreanischen Angaben testet Pjöngjang derzeit Raketen vom Typ Taepodong-1 mit einer Reichweite von 2500 Kilometern. Die Entwicklung der Taepodong-2-Rakete mit einer Reichweite zwischen 4000 und 6000 Kilometern wird möglicherweise noch in diesem Jahr beendet. Die Vereinigten Staaten schätzen, dass nordkoreanische Raketen ihr Territorium bereits 2005 direkt erreichen könnten.

Für das wirtschaftlich danieder liegende Land ist der Waffenverkauf eine der wichtigsten Einkommensquellen. Bislang hat Pjöngjang mehr als 540 Raketen vor allem in die Nahost-Region und nach Afrika verkauft. Erst im Dezember wurde im Indischen Ozean eine für Jemen bestimmte Raketenlieferung im Wert von etwa 50 Millionen Dollar gestoppt. Laut US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist Pjöngjang der weltweit größte Raketenexporteur. (afp)

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