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Sport

Beckhams Umzugsmillionen und das gebrochene Nasenbein

Reuige Sünder nach der Prügelorgie von Valencia, schärfere Gesetze in Italien und der lukrative Umzug des David Beckham: die internationalen Fußballnachrichten.

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Mediterrane Jagdszenen an der Costa Blanca

Fußball-Star David Beckham mit seiner Frau und Ex-Spice Girl Victoria Beckham

Ein Mal umziehen, 15 Millionen Dollar

Der Wechsel von Englands Fußball-Ikone David Beckham in die nordamerikannische Profiliga Major League Soccer (MLS) treibt immer seltsamere Blüten. Jetzt hat der 31-Jährige offenbar die TV-Rechte an seinem Umzug vom Madrider Nobelvorort La Moraleja nach Los Angeles verkauft. Wie der spanische TV-Sender Tele 5 berichtet, soll eine Fernseh-Anstalt aus den USA bereit sein, 15 Millionen Euro zu zahlen, um das zehntägige Spektakel im nächsten Sommer detailliert zu dokumentieren und dem Fernseh-Publikum zu zeigen.

Gesetze gegen die Gewalt

Der italienische Senat hat am Mittwoch das Gesetz mit den von der Regierung ausgearbeiteten Maßnahmen zur Bekämpfung der Gewalt im Fußball gebilligt. Die Senatoren einigten sich auf eine Verschärfung der Strafen, die in dem vor vier Wochen verabschiedeten Paket der Regierung enthalten sind. Demnach drohen Ultras bis zu zehn Jahren Haft, wenn sie einen Polizisten verletzen. Bei schweren Verletzungen kann die Haftstrafe auf 18 Jahre steigen. Bei schwersten Ausschreitungen beim sizilianischen Derby zwischen Catania Calcio und US Palermo am 2. Februar war der 38 Jahre alte Polizist Filippo Raciti getötet worden. Ein 17 Jahre alter Hooligan gilt als dringend tatverdächtig und sitzt in Untersuchungshaft.

Wer Spruchbänder mit rassistischem Inhalt ausrollt, muss mit einer Haftstrafen bis zu fünf Jahren rechnen. Die Regierung hatte Haftstrafen von nur drei Jahren vorgesehen. Sollten sich die Ultras weigern, die Spruchbänder zu entfernen, wird dieses als Widerstand gegen die Polizei gewertet. Das Maßnahmen-Paket für die Sicherheit in den Stadien muss nun auch die Abgeordnetenkammer in den kommenden Tagen verabschieden.

Das Anti-Gewalt-Paket sieht vor, dass Ultras bis zu 48 Stunden nach den Krawallen festgenommen und sofort vor Gericht gebracht werden können. Jeder einzelne Fan wird künftig nur noch vier statt bisher maximal zehn Eintrittskarten kaufen können.

Jagdszenen in Valencia

Nach den Jagdszenen im Anschluss an das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League zwischen dem spanischen Erstligisten FC Valencia und Italiens Meister Inter Mailand (0:0) hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) am Mittwoch ein Disziplinarverfahren gegen beide Teams eingeleitet. Am 22. März sollen die in die Tumulte verwickelten Spieler sowie Verantwortliche beider Mannschaften bei der UEFA gehört werden.

Die Hetzjagd im Mestalla-Stadion nach Abpfiff der torlosen 90 Minuten hatte noch die hässlichen Szenen beim WM-Viertelfinale zwischen Deutschland und Argentinien im vergangenen Sommer in Berlin übertroffen. Nachdem Valencias Carlos Marchena nach einem Wortgefecht Mailands Nicolas Burdisso übel getreten hatte, waren am Mittelkreis blitzschnell fast alle Spieler in Handgreiflichkeiten verwickelt.

Daraufhin stürmte Valencias Auswechselspieler David Navarro das Feld und brach nach Angaben von Inter-Coach Roberto Mancini dem Argentinier Burdisso das Nasenbein. Der deutsche Schiedsrichter Wolfgang Stark stand den Tumulten, die sich auch noch in den Katakomben des Stadions fortsetzten, hilflos gegenüber.

"Ich habe mich noch nie so verhalten. Meine Familie wird sicher sehr enttäuscht von mir sein. Ich habe unseren Manager bereits gebeten, mir die Handynummer von Burdisso zu besorgen. Ich möchte mich entschuldigen, denn es tut mir schrecklich leid, dass ich so heiß gelaufen bin", sagte Navarro.