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Deutschland

Bayreuther Festspiele mit Panne eröffnet

Seit 1876 feiert Bayreuth die Festspiele des deutschen Komponisten Richard Wagner. Zur feierlichen Eröffnung reisen jeweils viele Prominente an. Diesmal gab es bei der Oper "Tannhäuser" jedoch eine technische Panne.

Nur 20 Minuten konnten sich die Gäste der Eröffnungsvorführung der Bayreuther Festspiele am Freitag an der Richard-Wagner-Oper "Tannhäuser" erfreuen. Dann knallte es zweimal und es brachen Stöcke aus einem beweglichen Käfig des Bühnenbildes, wie die Nachrichtenagentur dpa meldet. Eine techniche Panne dieser Art sei seit Jahrzehneten nicht geschehen, sagten Besucher und Mitarbeiter. Nach 50 Minuten ging die Vorstellung der umstrittenen Inszenierung des "Tannhäuser" weiter.

Umstrittene Inszenierung

Der erste Spieltag sorgte bereits in Vorfeld für Kritik an der Festspielleitung. Die Festspiele starten mit der Wiederaufnahme der Inszenierung des "Tannhäuser " von Sebastian Baumgarten, der Teile der Handlung in eine Biogasanlage verlegt. Diese Inszenierung steht in diesem Jahr zum letzten Mal auf dem Spielplan steht.

Neben dem "Ring der Nibelungen" und dem "Tannhäuser" stehen auch andere bekannte Musikdramen wie "Der fliegende Holländer" und "Lohengrin" auf dem Spielplan. Außerdem wird der "Tannhäuser" am 12. August erstmals live aus dem Festspielhaus bundesweit in zahlreiche Kinos übertragen.

Ungebrochene Anziehungskraft

Die Festspiele in der bayerischen Stadt sind eine Hauptattraktion nicht nur wie Dramenliebhaber aus vielen Ländern, aber auch für Politiker. Für Kulturstaatsministerin Monika Grütters gelten die Bayreuther Festspiele als "ein herausragendes Kulturereignis mit ungebrochener Anziehungskraft für Wagnerianer aus aller Welt". Sie sagte: "Ein Opernabend hier auf dem 'Grünen Hügel' verspricht immer auch eine besonders sinnliche und künstlerisch einzigartige Erfahrung."

Bis zum 28. August erwarten die Festspiele zu den 30 Opernaufführungen rund 58.000 Zuschauer . Darunter auch zahlreiche Prominenente und Bundeskanzlerin Angela Merkel, die diesmal allerdings "aus terminlichen Gründen" nicht zur Eröffnung nach Bayreuth reisen konnte.

Viel Geld hat die deutsche Regierung dieses Jahr in Bayreuth investiert: Allein 2,2 Millionen Euro flossen in die Opern-Spektakel. Dazu kommen zehn Millionen Euro für die Sanierung des Festspielhauses und weitere 3,5 Millionen Euro für die Neugestaltung des Richard-Wagner-Museums.

am/kle (dpa)

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