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Fußball

Bayern zittern sich ins Viertelfinale

Bayern München hat auf seinem Weg ins Viertelfinale der Champions League mehr Mühe als erwartet. Letztlich setzt sich der FCB aber gegen Arsenal London durch. Damit stehen zwei deutsche Teams in der nächsten Runde.

Arsenals Olivier Giroud <(r.) erzielt das erste Tor, Torwart Manuel Neuer hat keine Chance. Foto: Marc Müller/dpa

Tor zum 1:0 für Arsenal durch Olivier Giroud.

Verloren - und trotzdem gewonnen: Bayern München unterlag im Viertelfinal-Rückspiel im eigenen Stadion Arsenal London mit 0:2 (0:1). Da die Bayern jedoch im Hinspiel in Englands Hauptstadt mit 3:1 gesiegt und damit ein Auswärtstor mehr geschossen haben, entschieden sie das Duell insgesamt für sich und stehen nun in der Runde der letzten Acht. "Das darf nicht passieren. Wir waren nicht aggressiv genug in der ersten Halbzeit. Vielleicht ist es am Ende gut, ein Weckruf. Wir werden überall gelobt, wir seien die beste Mannschaft. Aber wir müssen daraus lernen", sagte Arjen Robben.

Schwächen in der Defensive

Der erwartete Spaziergang wurde es also nicht. Denn bereits in der dritten Minute erzielte Olivier Giroud die Führung für die "Gunners". Wie schon in der Bundesliga zuletzt beim 3:2 gegen Düsseldorf war auch in dieser Szene zu erkennen, dass die Münchner bei schnellen Angriffen in der Defensive durchaus verwundbar sind. Das frühe Gegentor schockte die Bayern, die auf den verletzten Spielmacher Franck Ribery sowie die gesperrten Bastian Schweinsteiger und Jerome Boateng verzichten mussten, jedoch kaum.

Doch die Offensivbemühungen des deutschen Rekordmeisters waren allesamt erfolglos. Trotz der klaren Überlegenheit fehlten gegen die dichtgestaffelte Arsenal-Abwehr hin und wieder die Dribblings und Ideen eines Ribery. Arjen Robben war durchaus bemüht, lief sich jedoch oft fest und ärgerte seine Teamkollegen mit seinem vielen Einzelaktionen. Arsenal-Trainer Arsene Wenger musste ebenso wie Bayern-Coach Jupp Heynckes auf drei Stammspieler verzichten. Darunter der deutsche Nationalspieler Lukas Podolski, der im Hinspiel das einzige Tor für die Londoner erzielte, derzeit aber verletzt ist.

Nervöse Bayern

Bayerns Arjen Robben (vorne) und Kieran Gibbs kämpfen um den Ball. Foto: AP Photo/Kerstin Joensson

Bemüht, aber erfolglos: Bayerns Flügelflitzer Arjen Robben (vorne) wird von Kieran Gibbs gefoult.

Richtig spannend wurde es kurz vor Spielende, als Laurent Koscielny noch den zweiten Treffer für die Londoner machte (86.). Noch im Tor entstand eine Spielertraube, weil die Münchener den Ball festhielten, um Zeit zu schinden. Das zeigte: die Bayern wurden nervös. Daher war die Erleichterung groß, als endlich der Schlusspfiff ertönte. "Wir sind nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen", bilanzierte Trainer Jupp Heynckes. Kapitän Philipp Lahm dagegen sah das anders: "Wenn man am Ende 0:2 verliert, ist es knapp. Wenn man das ganze Spiel betrachtet, haben wir einfach nicht die Tore gemacht. Deshalb habe ich mir keine Sorgen gemacht."

Damit stehen zum ersten Mal seit elf Jahren zwei deutsche Vereine in der Runde der letzten Acht der Champions League. Borussia Dortmund hatte sich bereits vergangene Woche (05.03.2013) gegen Schachtjor Donezk durchgesetzt. Der FC Schalke 04 dagegen scheiterte am Dienstag (12.03.2013) an Galatasaray Istanbul. Im zweiten Achtelfinale des Abends setzte sich der FC Malaga gegen den FC Porto durch. Nachdem der Vierte der spanischen Liga das Hinspiel noch mit 0:1 gegen die Portugiesen verloren hatten, gewannen sie das Rückspiel mit 2:0 (1:0).

Die Ergebnisse der Champions League, Achtelfinale:

Borussia Dortmund- Schachtjor Donezk 3:0 (2:0), 2:2
Manchester United - Real Madrid 1:2 (0:0), 1:1
Juventus Turin– Celtic Glasgow 2:0 (1:0), 3:0
Paris St. Germain- FC Valencia 1:1 (0:0), 2:1
FC Schalke 04 - Galatasaray Istanbul 2:3 (1:2), 1:1
FC Barcelona- AC Mailand 4:0 (2:0), 0:2
Bayern München- FC Arsenal 0:1 (0:1), 3:1
FC Málaga- FC Porto 2:0 (1:0), 0:1

Die Viertelfinalpartien werden am Freitag (15.3.2013, 12 Uhr MEZ) in Nyon ausgelost.

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