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Fußball

Bayern zeigt Schalke abermals die Grenzen auf

Während der FC Bayern auf Schalke gewinnt und die Tabellenspitze zurückerobert, verliert Leverkusen in Frankfurt und ist damit raus aus dem Meisterschaftsrennen. Dortmund siegt gegen Bremen und redet mit um Platz drei.

Der Schalker Bordon (l.) und der Münchener Gomez schenken sich nichts. (Foto: AP Photo/Michael Sohn)

Harter Kampf: Bordon (l.) und Gomez schenken sich nichts

Der FC Bayern München hat in der Fußball-Bundesliga fünf Spieltage vor Saisonende wieder die Tabellenführung vor dem FC Schalke 04 übernommen. Anderthalb Wochen nach dem 1:0-Sieg im Halbfinale des DFB-Pokals fügte der deutsche Rekordmeister den Königsblauen erneut eine bittere Heimniederlage zu. Die Münchner siegten auf Schalke mit 2:1 (2:1) und haben nun mit 59 Punkten einen Zähler mehr auf dem Konto als die Schalker.

Sieht so der kommende Meister aus? Die Mannschaft von Bayern München feiert den Auswärtsieg auf Schalke vor der eigenen Fankurve. (Foto: AP Photo/Martin Meissner)

Sieht so der kommende Meister aus? Der FC Bayern feiert den Sieg auf Schalke vor der Fankurve

Bayern-Trainer Louis van Gaal wirkte anschließend erleichtert: "Ich denke, dass es ein schwieriges Spiel war. Glücklicherweise haben wir zwei Tore geschossen. In der zweiten Halbzeit haben wir keine einzige Chance zugelassen." Daher glaube er, dass dieser Sieg hoch verdient gewesen sei, ergänzte Van Gaal. Sein Gegenüber Felix Magath schlug zwar moderate Töne an, doch die Unzufriedenheit war dem Schalke-Coach unschwer anzumerken: "Unser Spiel war von Beginn an nicht nach vorne ausgerichtet. Wir haben nicht genügend Tempo, genügend Druck gemacht und wir haben uns hier zu ängstlich verhalten." So könne man gegen eine Spitzenmannschaft nicht gewinnen, grantelte Magath.

Bayer bangt um die Champions-League-Teilnnahme

Leverkusens Trainer Jupp Heynckes (l.) diskutiert mit Schiedsrichter Wolfgang Stark. Frankfurt gewinnt gegen Leverkusen mit 3:2. (Foto: Arne Dedert dpa/lhe)

Bayer-Coach Heynckes (l.) diskutiert mit Schiri Stark

Weiter an Boden verlor Bayer Leverkusen. Der ehemalige Tabellenführer kassierte bei Eintracht Frankfurt eine 2:3 (1:1)-Schlappe und damit bereits die dritte Niederlage in Folge. Damit muss die Werkself ihre Titelträume wohl endgültig begraben. Bayer-Trainer Jupp Heynckes ärgerte sich im Anschluss vor allem über die Rote Karte seines Abwehrspielers Daniel Schwaab: "Ich sage immer wieder, dass es wichtig ist mit elf Spielern aufzulaufen und auch mit elf Spielern das Spielfeld wieder zu verlassen. Und dass es gerade in einer solchen Phase in der wir uns befinden sehr wichtig ist, dass man sich auch clever verhält." Ein solcher Lapsus dürfe einfach nicht passieren, ärgerte sich Heynckes.

Kuba (r,) gratuliert Subotic zu dessen 2:0 für den BVB. (Foto: apn Photo/ Roberto Pfeil)

Kuba (r,) gratuliert Subotic zu dessen 2:0 für die Dortmunder

Mit 53 Punkten rangiert Leverkusen zwar weiterhin auf Platz drei, bangt allerdings jetzt sogar um die Champion-League-Qualifikation, nachdem Borussia Dortmund durch ein 2:1 (2:0) im Verfolgerduell gegen Werder Bremen bis auf einen Punkt an die Werkself heranrückte. Damit blieb der zuletzt so stark aufspielende BVB auch im fünften Spiel in Serie unbesiegt. Dennoch zeigte sich Trainer Jürgen Klopp nicht uneingeschränkt zufrieden mit seinen Dortmundern: "Wir haben uns in der zweiten Halbzeit, als Werder angefangen hat lange Bälle zu schlagen, nicht gut verhalten. Dadurch hatten sie eine Dominanz die unnötig war. Dass wir natürlich im Umkehrschluss viele Riesenkonterchancen hatten die wir nicht genutzt haben, das ist auch Fakt." Deswegen ginge es in Ordnung, dass seine Mannschaft knapp gewonnen habe, resümierte Klopp.

Mit viel Moral hat der VfB Stuttgart seine Chancen auf einen Europa-League-Platz gewahrt. Beim verdienten 2:1 (0:1)-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach gelang es den Schwaben einen frühen Rückstand noch umzudrehen.

Nürnberg ist der vorläufige Gewinner im Abstiegskampf

Der Nürnberger Mike Frantz jubelt über seinen Treffer zum 1:0. (Foto: Daniel Karmann dpa/lby)

Der Nürnberger Frantz jubelt über seinen Treffer zum 1:0

Dank des vierten Heimsieges hat der 1. FC Nürnberg einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib gemacht. Mit dem 2:0 (2:0)-Erfolg im Aufsteiger-Duell gegen den harmlosen FSV Mainz 05 blieb der FCN zum vierten Mal nacheinander zu Hause ohne Niederlage und rangiert jetzt mit 28 Punkten auf Position 14.

Im Schlüsselspiel um den Klassenverbleib haben weder der SC Freiburg noch der VfL Bochum den richtigen Dreh gefunden. Die beiden Kellerkinder trennten sich in Freiburg 1:1 (1:1) und verpassten damit beide den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Bochum steht punktgleich mit Nürnberg auf Position 15, Freiburg mit 25 Zählern auf Rang 16.

Unterdessen darf Schlusslicht Hertha BSC wieder ein wenig mehr auf den Klassenerhalt hoffen. Die Berliner gewannen beim 1. FC Köln verdient mit 3:0 (2:0) und verkürzten durch den vierten Auswärtssieg der Saison den Rückstand zum Relegationsplatz 16 auf drei Punkte. Dennoch blieb Hertha-Kapitän Arne Friedrich nach dem Erfolg realistisch: "Man hat gesehen, dass bei uns die Moral stimmt. Der Weg geht in die richtige Richtung, nachdem wir bereits acht Punkte zurücklagen." Aber man habe noch ein sehr hartes Programm, betonte Friedrich.

Abgeschlossen wird der 29. Spieltag am Ostersonntag mit den Begegnungen VfL Wolfsburg gegen 1899 Hoffenheim und Hamburger SV gegen Hannover 96.

Autor: Calle Kops

Redaktion: Andreas Ziemons

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