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Bundesliga

Bayern will keinen Lewandowski-Ersatz

Die beiden Hoffenheimer Niklas Süle und Sebastian Rudy werden nicht die einzigen Neuzugänge des FC Bayern bleiben. Der Rekordmeister hat eine klare Kaderplanung und wird demnächst auf dem Transfermarkt tätig werden.

Alexis Sanchez vom FC Arsenal, Marco Verratti von PSG, Schalkes Leon Goretzka oder vielleicht doch Atletico-Torjäger Antoine Griezmann? Der FC Bayern München wird seit Tagen mit vielen großen Namen in Verbindung gebracht. Ungeachtet der Spekulationen haben die Führungsgremien des FC Bayern München konkrete Pläne, wie die Qualität des Kaders auch nach dem Karriereende von Philipp Lahm und Xabi Alonso erhalten und weiter ausgebaut werden soll. "Bei uns stehen Personalentscheidungen an. Jetzt geht es los auf dem Transfermarkt", kündigte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge auf der Internetseite des Vereins an. Die Personalpolitik sei mit Trainer Carlo Ancelotti und dem von Uli Hoeneß angeführten Aufsichtsrat "besprochen und auch schon beschlossen" worden.

Hoeneß hatte zuletzt bei der Meisterfeier die mögliche Verpflichtung von "Granaten" in Aussicht gestellt. Rummenigge nannte zwar keine Namen, versicherte aber: "Wir werden auch im nächsten Jahr eine sehr wettbewerbsfähige Mannschaft haben, die um Titel mitspielen wird." Bislang hat der Rekordmeister die deutschen Nationalspieler Niklas Süle und Sebastian Rudy von 1899 Hoffenheim unter Vertrag genommen und damit den Kader eher in der Breite als in der Spitze verstärkt. "Natürlich war es das noch nicht", sagte Rummenigge in der "Süddeutschen Zeitung" zu weiteren Aktivitäten. Allerdings wolle der FC Bayern auch weiterhin "nicht jeden Quatsch" auf dem Transfermarkt mitmachen, betonte der 61-Jährige. Trotzdem sei man aber selbstbewusst genug zu sagen, "dass die Engländer uns nicht abhängen werden, auch wenn wir keine 100 Millionen für einen einzigen Spieler bezahlen".

Lieber Risiko als teurer Bankdrücker

Alexis Sanchez (picture-alliance/AP/dpa/T. Ireland)

Nicht nach München? Alexis Sanchez vom FC Arsenal

Die öffentlich immer wieder heiß diskutierte Verpflichtung eines erstklassigen Ersatzes für Torjäger Robert Lewandowski steht dabei nicht oben auf der Münchener Aufgabenliste. "Welcher gute Stürmer tut es sich an, auf die zehn oder 15 Prozent Einsatzchancen hinter Robert zu warten?", fragte Rummenigge. Er sprach die Konsequenzen eines Top-Transfers auf der Mittelstürmerposition an: "Der Back-up müsste ein Klassespieler sein, der aber selten spielt, uns trotzdem viel kostet und im Ernstfall dann wenig Spielpraxis hat."

Beim Viertelfinal-Aus in der Champions League gegen Real Madrid hatten die Bayern das Problem, dass sich Lewandowski wenige Tage zuvor im Ligaspiel gegen Borussia Dortmund eine schmerzhafte Schulterverletzung zugezogen hatte. Das Hinspiel gegen Madrid (1:2) verpasste der Pole deswegen. Dieses Risiko will der FC Bayern aber wohl auch zukünftig eingehen.

Klarheit gab es noch einmal in der Personalie Joshua Kimmich: Der Nationalspieler, so Rummenigge, werde in der neuen Saison auf der rechten Seite die Nachfolge von Weltmeister Lahm antreten. "Das weiß er, sowohl von mir als auch vom Trainer", sagte Rummenigge.

asz/og (dpa, sid)

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