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Bundesliga

Bayern untermauert Status als Nummer eins

Mit einem klaren Ergebnis entscheidet der Rekordmeister das Spitzenspiel gegen RB Leipzig für sich. Der Aufsteiger wirkt ein wenig überfordert und schadet sich selbst. Köln und Leverkusen trennen sich unentschieden.

Diesem Spiel hatten viele Fußballfans in Deutschland seit Wochen entgegen gefiebert: Bayern München gegen RB Leipzig, Rekordmeister gegen Rekord-Aufsteiger, Erster gegen Zweiter. Und die Partie erfüllte zunächst viele der Erwartungen, die sie geweckt hatte - auch wenn das Ergebnis mit 3:0 (3:0) für den FC Bayern recht einseitig ausfiel. Das Spitzenspiel hatte von Anfang an hohes Tempo: Leipzigs Torjäger Timo Werner startete auf der rechten Seite und brachte den Ball scharf und flach vor das Tor, wo Yussuf Poulsen heranrauschte, aber um eine Fußbreite zu spät kam (4. Minute). Das Gleiche wie Werner versuchte auf der anderen Seite Douglas Costa von links, doch RB-Torhüter Peter Gulacsi war auf dem Posten (13.). Die nächste flache Hereingabe brachte den Erfolg: Philipp Lahm spielte den Ball von rechts vors Tor, Gulacsi lenkte einen Schuss aus kurzer Distanz von Robert Lewandowski noch an den Pfosten, doch Thiago staubte zum 1:0 ab (17.).

Nur Sekunden später knallte ein Schuss, den Costa abgefeuert hatte, erneut an den Pfosten (18). Kurze Zeit später eroberte Arturo Vidal den Ball in der Leipziger Hälfte von Naby Keita, Bayern schaltete schnell um, und am Ende einer schönen Ballstafette hatte Xabi Alonso keine Mühe, das 2:0 zu erzielen (25.). Die nächste bittere Pille für Leipzig war dann selbst verschuldet: Emil Forsberg trat Lahm von hinten in die Beine, ohne eine Chance, den Ball zu erreichen und sah folgerichtig die Rote Karte (30.). Doch damit nicht genug der Nackenschläge für RB. Bei einem eigentlich ungefährlichen langen Ball in die Spitze war Gulacsi zu zögerlich und brachte Costa zu Fall. Den folgenden Foulelfmeter setzte Lewandowski sicher zum 3:0-Halbzeitstand in die Maschen (45.). Eine eindrucksvolle Machtdemonstration der Bayern - die Leipziger wussten kaum, wie ihnen geschah.

Deutschland Bundesliga Bayern München vs RB Leipzig (Getty Images/AFP/G. Schiffmann)

Robert Lewandowski (r.) lässt Peter Gulasci keine Chance - zwölftes Saisontor für Bayerns Torjäger

Nach der Pause drängte Bayern weiter nach vorne und hatte zahlreiche Chancen. So hätte Lewandowski einen weiteren Treffer erzielen können, doch einmal scheiterte er am Knie von Gulasci (52.), ein anderes Mal lenkte der Leipziger Torwart einen gefühlvollen Heber des Polen mit der Stirn noch glücklich über die Latte (65.). Anschließend war ein wenig die Luft raus - die Bayern kontrollierten die Partie, Leipzig fand kein Mittel, wieder ins Spiel zu kommen. So endete das Spitzenspiel, das leider ein wenig zu früh entschieden war, letztlich unspektakulär mit einem hochverdienten Sieg der Münchener.

"Das war eine Lehrstunde, eine Top-Vorstellung der Bayern", zollte Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl dem Gegner Respekt. "Unser System funktioniert nur dann, wenn alle synchron agieren. Das war heute nicht der Fall." Der FC Bayern geht damit als Tabellenführer und mit drei Zählern Vorsprung auf Leipzig in die Winterpause. "Ich bin sehr zufrieden, Wir waren sehr aggressiv und hatten schnell die Kontrolle", resümierte Bayern-Coach Carlo Ancelotti. "Es hat alles gestimmt - Tempo und Spielanlage. Das gibt uns Selbstvertrauen für die Zukunft. Wir mussten uns verbessern und wir haben uns verbessert."

Kein Sieger im Nachbarschaftsduell

Beim 1:1 (1:1) des 1. FC Köln gegen Bayer 04 Leverkusen waren zunächst die Gäste besser. Leverkusen kontrollierte Ball und Spieltempo, verpasste es aber wie so oft in dieser Saison, sich zwingende Torchancen herauszuspielen.

1. Bundesliga - 1. FC Köln - Bayer Leverkusen (picture-alliance/dpa/Revierfoto)

Modeste ist zur Stelle und bringt Köln in Führung

Besser machte es der 1. FC Köln, der gleich die erste Möglichkeit verwertete. Nach einer Flanke aus dem Halbfeld war Anthony Modeste einen Schritt schneller als sein Gegenspieler, hielt den Fuß in den Ball und hob ihn über Bayer-Keeper Bernd Leno ins Tor (21.). Doch die Werkself gab nicht auf und kam kurz vor der Pause durch Wendell zum Ausgleich. Der Brasilianer spielte mit dem 17-jährigen Kai Havertz einen Doppelpass und überwand FC-Torwart Thomas Kessler (44.). Auch in der zweiten Halbzeit wogte das Spiel hin und her, weitere Tore fielen aber nicht mehr. Köln beendet das Jahr 2016 damit mit vier Punkten Vorsprung auf den Rivalen aus Leverkusen, der mit nur 21 Zählern aus 16 Spielen weit hinter den eigenen Erwartungen her hinkt.

1899 bewahrt die weiße Weste

Der SC Freiburg setzte sich dank eines Doppelschlags von Stürmer Florian Niederlechner mit 2:1 (2:0) beim FC Ingolstadt durch. Niederlechner verwandelte zunächst einen Foulelfmeter (34.), dann nutzte er im Strafraum eine Kopfballvorlage von Janik Haberer und traf zum 2:0 (41.). Ein direkter Freistoß von Markus Suttner brachte den Anschlusstreffer für Ingolstadt (53.).

Deutschland Bundesliga TSG Hoffenheim vs Werder Bremen (Getty Images/Bongarts/A. Scheuber)

Wagner (r.) macht das Tor für Hoffenheim

Weiterhin ungeschlagen ist die TSG Hoffenheim, die sich beim 1:1 (1:0) gegen Werder Bremen aber einen Sieg verpasste. Nach einem Eckstoß drückte Hoffenheims Sandro Wagner den Ball unmittelbar vor dem fangbereiten Jaroslav Drobny vorbei ins Tor (26.). In der Folgezeit ging die TSG zu leichtfertig mit ihren Chancen um, und das rächte sich: Serge Gnabry erzielte mit einem harten Direktschuss aus 15 Metern Torentfernung noch das 1:1 (87.).

Eher zähe Kost bekamen die Zuschauer im kalten Berliner Olympiastadion zu sehen, wo Hertha BSC mit 2:0 (0:0) gegen Tabellenschlusslicht SV Darmstadt 98 gewann. Aus dem Spiel heraus gab es kaum Chancen, so mussten Standardsituationen die Entscheidung bringen. Marvin Plattenhardt zirkelte zunächst einen Freistoß aus rund 30 Metern direkt ins Tor (53.), dann verwertete Salomon Kalou einen weiteren Plattenhardt-Freistoß per Kopf (66.).

Eine Niederlage zu viel für Schubert

Am Dienstag verlor Borussia Mönchengladbach mit 1:2 gegen den VfL Wolfsburg, was am nächsten Morgen die Trennung von Trainer André Schubert zur Folge hatte. Borussia Dortmund kam gegen den FC Augsburg nicht über ein 1:1 hinaus. Eintracht Frankfurt besiegte den FSV Mainz 05 mit 3:0 und der Hamburger SV war mit 2:1 gegen den FC Schalke 04 erfolgreich.

Die wichtigsten Einzelheiten der Mittwochsspiele können Sie hier noch einmal im Liveticker nachlesen.

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