1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Fußball

Bayern und Schalke vorneweg - ohne BVB

Borussia Dortmund hat den Sprung auf den dritten Tabellenplatz verpasst. Eintracht Frankfurt und Hertha BSC trennen sich in einer turbulenten Partie unentschieden. Bayern und Schalke machen den Titel unter sich aus.

Nelson Valdez von Borussia Dortmund mit gelb-schwarzem trikot behauptet den Ball gegen einen Gegenspieler von Hoffenheim. (apn Photo/ Alex Gottschalk)

Valdez Treffer reichte nicht für den BVB

Es war ein bitterer Nachmittag für die rund 80.000 BVB-Fans im Dortmunder Stadion. Gegen 1899 Hoffenheim mussten sie mitansehen wie mit Nuri Sahin und Mohamed Zidan schon früh zwei Leistungsträger aufgrund von Verletzungen ausschieden. Dann erkannte Schiedsrichter Wolfgang Stark ein reguläres Tor nicht an. Lucas Barrios hatte den Ball nach einer Ecke von Hummels aus nächster Nähe über die Linie gedrückt, stand aber im entscheidenden Moment nicht im Abseits. In der 57. Minute konnten die Fans dann doch jubeln: Nelson Valdez traf per Kopf zur 1:0 Führung. Als sich dann alle im Stadion schon über den Sprung auf Tabellenplatz drei gefreut haben, kam noch der Schock in der 89. Minute: Mit einer missglückten Fußabwehr lenkte Hummels den Ball ins eigene Netz.

Vier Hoffenheimer Spieler in blauen Trikots bejubeln erleichtert den 1:1 Ausgleich ( Foto: Franz-Peter Tschauner dpa/lnw)

Hoffenheim im Glück: Carlos Eduardo (l.) und Ibisevic herzen sich nach dem späten Ausgleich

1:1 (0:0) hieß es am Ende. "Klar sind wir darüber enttäuscht", erklärte Trainer Jürgen Klopp die Situation, "wir hätten dieses Spiel 1:0 gewinnen müssen, wenn beide Treffer gezählt hätten auch gerne 2:0."

Turbulente Partie in Frankfurt

Mit einem 2:2 (1:2) Unentschieden endete die zweite Sonntagspartie zwischen Eintracht Frankfurt und Hertha BSC. In der turbulenten Begegnung ging das Bundesligaschlusslicht gleich zwei Mal in Führung, doch die Eintracht konnte jedesmal gegenhalten. Ein besseres Ergebnis verpasste Frankfurts Pirmin Schwegler. Er hatte kurz vor der Pause einen Foulelfmeter verschossen. Die vergebenen Punkte schmerzen vor allem die Herthaner. Ihnen fehlen weiterhin fünf Punkte zum rettenden 15. Tabellenplatz.

Münchner kontern die Schalker Vorlage

Bayern Stürmer Olic und Robben umarmen sich nach einem Tor (Foto: apn Photo/Uwe Lein)

Die Matchwinner Robben und Olic beobachtet von Lahm (v.l.).

Am anderen Ende der Tabelle marschiert Bayern München weiter in Richtung Titel. Drei Spieltage vor Saisonende setzte sich der Rekordmeister in der späten Samstagspartie mühelos mit 7:0 (3:0) gegen den Abstiegskandidaten Hannover 96 durch und führt damit die Tabelle nach dem 31. Spieltag weiterhin mit zwei Punkten Vorsprung auf die Schalker an. Trotz des Kantersieges blieb Bayern-Coach Louis van Gaal gelassen: "Wenn man ein frühes Tor macht, dann wird es natürlich einfacher. Wir hätten sogar noch mehr Tore machen können, aber sieben Tore, das ist astrein." Das Spiel habe nicht viel Energie gekostet und viel Spaß gemacht, freute sich van Gaal.

Magath setzt offensiv auf die Meisterschaft

Schalke Trainer Felix Magath gestikuliert an der Seitenlinie während der Partie gegen Mönchengladbach (AP Photo/Martin Meissner)

Felix Magath will den Titel und sagt es jetzt auch

Der FC Schalke 04 ist weiter dran an den Bayern und hält den Titelzweikampf offen. Die Königsblauen gewannen ihr Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach mit 3:1 (2:1). Schalke-Trainer Felix Magath gab danach seine Zurückhaltung auf und sprach überraschend offensiv vom Gewinn der Meisterschaft: "Ich sehe unser Spiel, ich sehe den Sieg gegen Gladbach und bin davon überzeugt, dass wir jetzt eine gute Chance haben, Meister zu werden. Und das wird unser Ziel sein in den restlichen Partien." Die Chancen, mit drei Siegen den Titel zu holen, seien groß, ergänzte Magath.

Leverkusen im Sinkflug

Stuttgarts Stürmer Cacau kniet nach seinem zweiten treffer uam Boden und setzt gerade zm Jubel an(apn Photo/Daniel Maurer)

Doppeltorschütze Cacau (r.) besiegelt den Stuttgarter Sieg

Den Meistertitel hat Bayer Leverkusen endgültig aus den Augen verloren. Der einstige Tabellenführer muss nach der 1:2 (1:1)-Niederlage beim VfB Stuttgart nun mehr denn je um die Qualifikation für die Champions League bangen. Es war die vierte Auswärtspleite in Serie für die Elf von Trainer Jupp Heynckes, das bedeutet den Fall auf den vierten Tabellenplatz. Neuer Dritter ist Werder Bremen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf setzte sich in einem spannenden Nord-Derby beim VfL Wolfsburg verdient mit 4:2 (1:2) durch. Werder hat nun genau wie Leverkusen 54 Punkte auf dem Konto, hat aber die bessere Tordifferenz. Die Eroberung des Champions-League Qualifikationsplatzes kommentierte Werder-Coach Schaaf trocken wie immer: "Unsere Arbeit besteht darin, es Woche für Woche, Spieltag für Spieltag zu schaffen, die Aufgaben sehr konzentriert anzunehmen. Man hat heute gesehen, dass das in der ersten Halbzeit nicht so gelungen ist." Deshalb habe die Tabelle zwar eine Aussage, aber keine endgültige, betonte Schaaf.

Die Sorgenfalten seines Hamburger Trainerkollegen Bruno Labbadia sind indes noch tiefer geworden. Der Hamburger SV unterlag zu Hause dem FSV Mainz 05 mit 0:1 (0:1). Nach einer erneut enttäuschenden Leistung haben die Hamburger im Rennen um die internationalen Plätze wieder an Boden verloren.

Freiburg hält den Abstiegskampf eng

Freiburgs dunkelhäutiger Stürmer Papiss Cissé erzielt das 2:0 für den SC (apn Photo/Winfried Rothermel)

Cissé (r.) beim Freiburger 2:0

Ganz wichtige Punkte sammelte der SC Freiburg gegen den Mitkonkurrenten 1. FC Nürnberg. Im Duell der Abstiegskandidaten behielten die Breisgauer gegen den Rivalen aus Franken daheim mit 2:1 (1:0) knapp die Oberhand und wahrten damit ihre Chancen auf die Rettung. Das "Schicksal" Abstiegskampf kommentierte Freiburgs Trainer Robin Dutt fast schon sarkastisch: "Es bleibt uns eben nicht erspart, hier immer bis zur letzten Sekunde zu zittern", sagte er, "wir sind eigentlich froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Jetzt haben wir zwar 28 Punkte, stehen aber immer noch hinter Nürnberg und Bochum." Bereits am Freitag hatte sich der 1. FC Köln durch ein 2:0 (1:0) gegen den VfL Bochum aller Abstiegssorgen entledigt.

Autor: Jens Krepela
Redaktion: Calle Kops