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Sport

Bayern und Bayer mit Fokus Achtelfinale

Nach der Hinspiel-Pleite sieht sich Bayern München am 4. Spieltag der Champions League gegen Arsenal besonders gefordert. Mit einem Erfolg in Rom will Bayer Leverkusen einen großen Schritt Richtung Achtelfinale machen.

Nach der

0:2-Pleite beim FC Arsenal

und der

enttäuschenden Nullnummer

im Bundesligaspiel bei Eintracht Frankfurt will der FC Bayern München auf dem Weg zum eingeplanten Gruppensieg in der Königsklasse zurück in die Erfolgsspur. "Das ist ein wichtiges Spiel. Wir sollten und müssen gewinnen, sonst kommen wir irgendwann unter Druck", sagte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor dem zweiten Duell am Mittwoch (Anpfiff 20.45 Uhr MEZ, im DW-Liveticker ab 20.30 Uhr) gegen die Engländer mit den deutschen Weltmeistern Per Mertesacker und Mesut Özil.

Auch deshalb wird Trainer Pep Guardiola den Rekordmeister gegen die Gunners nicht auf Ergebnis spielen lassen, sondern seiner Lust am Angriffsfußball treu bleiben. "Ich habe meinen Spielern noch nie gesagt, sie sollen auf Unentschieden spielen", sagte Guardiola. Die Bayern führen die Gruppe F mit sechs Zählern vor Piräus (6), Arsenal und Dynamo Zagreb (je 3) an. "Wir haben die Chance, drei Punkte zu holen. Warum sollten wir nur um einen Punkt kämpfen?", meinte Guardiola. "Wenn wir verlieren, könnten wir in Probleme geraten", mahnte auch Abwehrspieler Javi Martínez.

Champions League Arsenal vs Bayern, Pep Guardiola

Bayern Trainer Pep Guardiola beim Hinspiel in London

Doch Arsenal ist in starker Form: In der Premier League hat sich die Mannschaft von Teammanager Arsene Wenger punktgleich mit Tabellenführer Manchester City auf Platz zwei vorgespielt. Um die erwartete "englische Mauer" zu sprengen, müsse "unser Pass- und Positionsspiel stimmen", sagte Bayern-Kapitän Philipp Lahm, "damit wir die entscheidenden Spieler frei oder ins Eins-gegen-Eins-Situationen bekommen." Das werde umso wichtiger, weil der FC Bayern fast jeden Gegner - auch die eigentlich offensiv eingestellten Londoner - zu einer vorsichtigen Spielweise zwinge, führte Guardiola aus. Arsenal wolle ja angreifen, betonte der Katalane, "aber wenn wir unser Spiel spielen, werden sie es über Konter und lange Bälle versuchen."

Im Hinspiel hatte Arsenal mit dieser Taktik Erfolg. Per Mertesacker erwartet deshalb "wütende" Bayern. "Wir waren die erste Mannschaft, die sie wirklich herausgefordert und geschlagen hat", sagte der frühere Nationalspieler. "Sie werden beweisen wollen, dass sie besser sind als wir."

Leverkusen will Rom auf Distanz halten

Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und 22 Grad: Als Rudi Völler am Dienstagmittag in seiner Lieblingsstadt und zweiten Heimat Rom landete, war bei Bayer Leverkusens Sportchef nach dem

Abseitstreffer von Wolfsburg

der Ärger einigermaßen verraucht und die Welt wieder in Ordnung. "Wir haben alles selbst in der Hand. Wenn wir nicht verlieren, spricht alles für uns", sagte der frühere Weltklassestürmer ganz entspannt vor der Rückkehr an seinen alten Arbeitsplatz im Stadio Olimpico, wo Bayer bei AS Rom am Mittwoch den möglicherweise schon entscheidenden Schritt Richtung Achtelfinale machen will.

Der Leverkusener Wendell greift dem Römer Nainggolan in den Schritt. Foto: Imago

Dahin gehört die Hand des Leverkuseners Wendell (l.) mit Sicherheit nicht

Völler schließt ein neuerliches

Spektakel wie beim 4:4 in Hinspiel

nicht aus: "Es ist nicht gesagt, dass es diesmal vorsichtiger zugehen wird. Aber wir müssen kompakt stehen und mit unseren schnellen Stürmern wie auch im Hinspiel Nadelstiche setzen." Vor zwei Wochen hatte die Werkself 2:0 geführt, dann 2:4 zurückgelegen und anschließend in einem unglaublichen Schlussspurt noch einen Punkt gerettet. "So eine engagierte Leistung müssen wir noch einmal zeigen und dann mindestens einen Punkt holen", forderte Trainer Roger Schmidt, der erneut auf seinen Kapitän Lars Bender (Sprunggelenksverletzung) verzichten muss.

"Der Matchplan ist, auf Sieg zu spielen"

Deutschland Fußball UEFA Champions League Bayer 04 Leverkusen - AS Rom

Kevin Kampl ein Kandidat für die Startelf

Benders Rolle als Abräumer wird erneut Kevin Kampl übernehmen, der im Hinspiel das 3:4 erzielt und das 4:4 durch Admir Mehmedi vorbereitet hatte. "Wir wollen und müssen Rom auf Distanz halten", fordert der Slowene. Mit einem Punktgewinn würde der Werksklub (4 Punkte) in der Gruppe E den Zwei-Punkte Abstand zum italienischen Fußball-Vizemeister (2) wahren und die Chance auf den Einzug ins Achtelfinale vor den beiden letzten Spielen bei BATE Borissow (3) und gegen Titelverteidiger FC Barcelona (7) erhöhen. "Es wird ein ähnlich heißes Spiel werden", erwartet Bayer-Torwart Bernd Leno, rechnet aber diesmal mit weniger Tor-Turbulenzen. "Ich glaube, dass es in Rom ruhiger zugehen wird und nicht so viele Tore wie im Hinspiel fallen. Beide Mannschaften haben viel zu verlieren." Es gehe um eine Vorentscheidung. "Der Matchplan ist, auf Sieg zu spielen. Verlieren ist auf jeden Fall verboten, sonst stehen wir die restlichen beiden Spiele unter Druck", erklärte Leno.

Bei den Römern kann Trainer Rudi Garcia auf Daniele De Rossi zurückgreifen. Der 32-Jährige, dessen Einsatz nach Adduktoren-Problemen zuletzt noch fraglich war, absolvierte am Dienstag die komplette Trainingseinheit mit dem Team. "De Rossi wird spielen", kündigte Garcia an. Der Mittelfeldspieler hatte in der BayArena zweimal getroffen.

tu/asz (sid/dpa)

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