1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Champions League

Bayern souverän - Gladbach schwach

Der FC Bayern München gewinnt auch das 15. Heimspiel in Folge in der Champions League, zieht locker in die K.o.-Phase ein. Mönchengladbach kommt in Barcelona unter die Räder und steckt weiter tief in der Krise.

Glanzlos hat sich Borussia Mönchengladbach aus der Champions League verabschiedet: Im letzten Spiel der Gruppenphase kassierte das Team von André Schubert eine deutliche 0:4 (0:1)-Niederlage. Besser lief es für den deutschen Rekordmeister: Der FC Bayern München gewann sein Heimspiel gegen Atlético Madrid mit 1:0 (1:0). Sportlich hatten beide Partien keine Bedeutung: Der FC Bayern stand schon vorher als Tabellenzweiter fest, Borussia Mönchengladbach als Dritter und damit als Teilnehmer an der Europa League.

Barças B-Elf eine Nummer zu groß

Schon nach 50 Minuten sah es aus wie im Training: Barça kombinierte mühelos, Gladbach schaute staunend zu. Bedauernswert im Tor: Yann Sommer, der vor allem beim 0:4 keine allzu glückliche Figur machte. Aber auch seine Vorderleute waren phasenweise überfordert, vor allem gegen einen selbstbewusst aufspielenden Arda Turan, der die Borussia im zweiten Durchgang mit einem schnellen Hattrick (50., 53. und 67.) fast alleine auseinandernahm.

Dem kriselnden Bundesligisten gelang auf dem europäischen Parkett nicht mehr all zu viel, der Abschied aus der Königsklasse geriet zu einem weiteren Tiefpunkt der letzten Wochen - seit acht Spielen hat die Borussia in der Liga nicht mehr gewonnen und ist auf den 13. Platz abgerutscht. Obwohl Platz drei und damit der "Abstieg" in die Europa League schon vor dem Spiel feststand, waren 8000 Fans mitgereist. Die bekamen ab und zu einen Hauch von Torgefahr zu sehen, die deutlich größere ging allerdings vom spanischen Gastgeber aus.

Der FC Barcelona stand ebenfalls schon vorher als Gruppensieger und Achtelfinalist fest, dominierte die Partie mühelos und erspielte sich Chance um Chance, obwohl mit Lionel Messi, Andreas Iniesta und Javier Mascherano nur drei Stammspieler auf dem Platz standen. Torwart Marc-André ter Stegen stand gegen seinen Ex-Klub erst gar nicht im Kader. Es dauerte nur bis zur 16. Minute, bis Messi nach einem einfachen Doppelpass zum 1:0 einnetzte. "Ich will jetzt hier raus und nach Hause. Wir haben verloren und sind ein Stück weit in Ehrfurcht erstarrt", sagte Borussia-Manager Max Eberl sichtlich bedient: "Das ärgert mich und muss die Jungs auch ärgern. Barcelona soll kein Maßstab sein. Sie sind nicht die Kragenweite von Gladbach." Im ebenfalls bedeutungslosen Parallelspiel teilten sich der Gruppenzweite Manchester City und der Letzte Celtic Glasgow beim 1:1 (1:1) die Punkte. 

Bayern gewinnt Prestigeduell

In der Tabelle änderte sich nichts, doch der Sieg gegen Atlético Madrid tut der bayerischen Seele gut: Der FC Bayern holte seinen 15. Champions-League-Heimsieg in Folge und darf sich wieder bei Goalgetter Robert Lewandowski bedanken, dessen Tor das Spiel entschied. In der 28. Minute beförderte der polnische Nationalspieler den Ball gefühlvoll per Freistoß in den linken Winkel und erzielte das Tor des Tages in München. Es war eine Kopie seines Treffers gegen den FSV Mainz 05 am vergangenen Wochenende.

Zuvor hatten die Gäste gute Chancen durch den Hinspiel-Torschützen Yannick Carrasco, doch Torwart Manuel Neuer war jeweils zur Stelle. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht, kein überragendes, aber ein gutes", sagte Verteidiger Mats Hummels. "Wir haben das Spiel kontrolliert. Wir waren sehr engagiert, sehr aktiv." Weil sich FK Rostow ein 0:0 beim PSV Eindhoven sicherte, ziehen die Russen in die Europa League ein. Atlético stand bereits als Gruppensieger fest, Bayern schließt die Gruppenphase als Zweiter ab. Am kommenden Montag wird das Achtelfinale in Europas Königsklasse ausgelost, in dem die Münchner im Februar 2017 als Gruppenzweiter auf einen Gruppenersten treffen werden - im Extremfall heißt der Kontrahent schon in der ersten K.o.-Runde FC Barcelona.

Lesen Sie hier beide Partien in unserem Liveticker nach:

 

Die Redaktion empfiehlt