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Fußball

Bayern ohne Mühe, Bielefeld mit Sensation

Titelverteidiger und Topfavorit Bayern München marschiert weiter Richtung Pokal-Finale und auch Gladbach sowie Wolfsburg geben sich keine Blöße. Einem Drittligisten gelingt dagegen eine echte Pokal-Sensation.

Am Ende war es ein besseres Trainingsspiel für den Rekordmeister: Der FC Bayern München setzte sich im Achtelfinale des DFB-Pokals ohne größere Mühe und mit viel spielerischer Lockerheit gegen Zweitligist Eintracht Braunschweig durch. Die Titelverteidiger aus Bayern hatten Spiel und Gegner zu jeder Zeit im Griff und gewannen am Ende verdient mit 2:0 (1:0) - auch wenn dies wahrlich kein schönes Fußballspiel war.

Eintracht Braunschweig konnte nicht mehr, Bayern München wollte nicht mehr - so lässt sich dieser über 90 Minuten verwaltete fußballerische Minimalaufwand wohl am besten zusammenfassen. Dennoch sahen die Zuschauer in der Münchener Arena zwei geniale Momente auf dem Rasen: Ein präzise unter die Latte gezirkelter Freistoß des Österreichers David Alaba zum 1:0 (45.+1) sowie ein brilliantes Solo von Weltmeister Mario Götze in der 57. Minute zum 2:0 - das war es dann aber auch schon. "Braunschweig stand wirklich sehr gut und hat es uns schwer gemacht. Aber wir haben nichtsdestotrotz verdient gewonnen", bilanzierte Alaba nach dem Spiel.

Arminia ringt Werder nieder

Eine echte Pokal-Sensation gelang dagegen Drittligist DSC Arminia Bielefeld: Jubelnd lagen sich die Arminen nach 90 spannenden Minuten in den Armen, sie hatten es tatsächlich geschafft. Der Spitzenreiter der dritten Liga hat mit Werder Bremen eines der stärksten Teams der Bundesliga-Rückrunde klar in die Schranken gewiesen. Dank einer kämpferisch starken Leistung gewann der DSC mit 3:1 (1:0) und darf sich nun über weitere dringend benötigte Einnahmen aus dem Pokal freuen. Damit stehen die hoch verschuldeten Ostwestfalen erstmals seit 2006 wieder im Viertelfinale des DFB-Pokals.

Jubel bei den Spielern von Arminia Bielefeld (Foto: Reuters)

Es ist vollbracht: Drittligist Arminia Bielefeld darf sich auf das Viertelfinale im DFB-Pokal freuen

Auf einem ziemlich ramponierten Rasen, der fast mehr braun als grün aufwies, machte die Arminia es dem Gegner aus der Hansestadt von Beginn an schwer. Manuel Junglas (32. Minute/84.) und Sebastian Schuppan (57.) ließen mit ihren Toren die Arminia-Fans unter den 26.000 Zuschauern in der bereits seit Dezember ausverkauften Arena jubeln. Werder-Kapitän Clemens Fritz (76.) konnte nur noch den Anschlusstreffer erzielen, musste dann aber kurz vor dem Ende nach einem Frustfoul mit Gelb-Rot vom Platz. "Wir hatten uns vorgenommen, ohne Ende zu kämpfen, aber das war nicht der Fall", zeigte sich Bremens Trainer Viktor Skripnik nach dem Spiel enttäuscht. Bielefelds Fabian Klos meinte dagegen etwas ironisch: "Wir haben gezeigt, dass wir auch ein bisschen Fußball spielen können."

Wolfsburg beeindruckende Serie hält weiter an

Das kann auch der VfL Wolfsburg, aber daran hatte auch niemand gezweifelt beim Tabellenzweiten der Bundesliga. Souverän und scheinbar ohne große Anstrengung setzten sich die Wölfe gegen den aufstrebenden Zweitligisten RB Leipzig mit 2:0 (1:0) durch. Wolfsburg zeigte anders als in der Bundesliga zuletzt keinen torreichen Hurra-Fußball, sondern abgeklärtes Ergebnis-Management. Daniel Caligiuri (20.) und Timm Klose (57.) markierten die Treffer für den VfL und sorgten damit für die Fortsetzung einer Serie: Seit 15 Pflichtspielen ist Wolfsburg nunmehr ungeschlagen. "Wir tanzen noch auf drei Hochzeiten und wollen natürlich im Pokal so weit kommen wie möglich", sagte Torschütze Klose, "und dazu mussten wir eine so starke Zweitliga-Mannschaft wie Leipzig schlagen."

Kickers mutig, Mönchengladbach abgebrüht

Auch in Offenbach setzte sich am Ende der Favorit durch: Borussia Mönchengladbach erreichte das Viertelfinale durch einen 2:0 (1:0)-Sieg bei den Offenbacher Kickers - überzeugend war die Leistung der Fohlen aber nicht.

Denis Mangafic (l) kämpft gegen Mönchengladbachs Andre Hahn um den Ball (Foto: Arne Dedert/dpa)

Tiefer Boden, schwerer Stand: Mönchengladbach tat sich lange schwer, aber am Ende war der Sieg in Offenbach verdient

Erst ein Blackout des letzten Viertligisten brachte die Borussia in Front: Der Offenbacher Michael Müller ließ unbedrängt den Ball an seinem ausgestreckten Arm abprallen - Elfmeter. Nationalstürmer Max Kruse verwandelte souverän (52.) und Patrick Herrmann besiegelte mit einem schönen Kontertor (83.) das Schicksal der Kickers. Offenbach spielte als krasser Außenseiter jedoch lange Zeit extrem mutig und offensiv, wurde aber vor 20.500 Fans auf dem ausverkauften Bieberer Berg nicht belohnt.