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DFB-Pokal

Bayern nach Arbeitssieg im Viertelfinale

Ohne Glanz zieht Bayern München in die nächste Runde des DFB-Pokals ein. Gegner Wolfsburg tut zu wenig für einen Erfolg. Der Hamburger SV träumt von großen Zielen und Bielefeld kommt erst im Elfmeterschießen weiter.

Es wird nicht besser: Auch im DFB-Pokal ist dem FC Bayern München keine Glanzleistung gelungen, doch reichte gegen den VfL Wolfsburg auch gehobener Durchschnitt zum Weiterkommen. Mit 1:0 (1:0) setzte sich der Rekord-Pokalsieger und Titelverteidiger gegen die "Wölfe" durch. Bezeichnenderweise brachte ein abgefälschter und eigentlich ungefährlicher Weitschuss von Douglas Costa die Entscheidung. Der Brasilianer erzielte das einzige Tor der Partie bereits in der 12. Minute. Danach kontrollierten die Gastgeber die Partie bis zur Pause zwar, doch bekamen die 74.000 Zuschauer in der Münchener Arena kaum noch Torszenen zu sehen.

Nach dem Seitenwechsel verfielen die Bayern wieder in den Trott, den man bereits aus den vergangenen drei Spielen gegen Freiburg, Bremen und Schalke kennt. Unverständlicherweise versuchten die Wolfsburger nicht, mit letzter Konsequenz aus der zurückhaltenden Spielweise der Münchener Kapital zu schlagen. Sehr defensiv aufgestellt igelte sich das Team von Ex-Bayern-Verteidiger Valerien Ismael meist hinten ein, statt die Bayern früh unter Druck zu setzen. So dümpelte die Partie 35 Minuten lang dahin und nahm erst spät wieder Fahrt auf. Yunus Malli hatte nach einem Konter die Riesenchance auf den Ausgleich, doch bei seinem Volleyschuss aus vollem Lauf, war Manuel Neuer auf dem Posten (83. Minute). Zwei Minuten später entschärfte der Nationalkeeper auch einen Schuss von Daniel Didavi (85.) und rettete seinem Klub damit den Sieg.

Thema des Abends war da allerdings längst die Zukunft von Bayern-Kapitän Philipp Lahm, der Medienberichten zufolge nach der Saison seine Karriere beenden wird, aber nicht auf den Posten des Sportdirektors beim FC Bayern wechseln möchte.

Gladbach setzt Erfolgsserie fort

Deutschland DFB Pokal - SpVgg Greuther Fürth - Borussia Mönchengladbach (picture alliance/dpa//D. Karmann)

Oscar Wendt (r.) bejubelt seinen Treffer zum 1:0

Borussia Mönchengladbach hat seinen bemerkenswerten Aufschwung unter dem neuen Trainer Dieter Hecking auch im Pokal fortgesetzt. Die Borussia löste seine Achtelfinal-Aufgabe beim Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth mit einem souverän herausgespielten 2:0 (2:0). Damit ist die Borussia nur noch zwei Schritte vom Cupfinale in Berlin entfernt. Den letzten von drei Pokalsiegen hatte die Fohlenelf 1995 mit Anführer Stefan Effenberg geholt. Nach dem frühen Führungstor von Oscar Wendt (12.) profitierten die überlegenen Gäste vor etwas mehr als 12.000 Zuschauern noch von einem Platzverweis für den Fürther Adam Pinter (18.), der nach einem harten Tritt vor das Schienbein von Christoph Kramer Rot sah. In Überzahl machte der starke Thorgan Hazard per Foulelfmeter (36.) noch vor der Pause den Gladbacher Viertelfinaleinzug praktisch klar. Damit verbuchten die Borussen in vier Spielen unter Hecking drei Siege und ein Unentschieden.    

Offener Schlagabtausch in Hamburg

30 Jahre nach seinem letzten Pokal-Triumph darf auch der Hamburger SV weiter vom Finale in Berlin träumen. Das Team von Trainer Markus Gisdol feierte einen 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den 1. FC Köln und steht damit zum ersten Mal seit drei Jahren in der Runde der letzten Acht.

DFB-Pokal | Hamburger SV vs 1. FC Koeln (Getty Images/Bongarts/M. Rose)

Bobby Woods 2:0 bringt die Entscheidung - der US-Amerikaner schließt einen Konter erfolgreich ab

Wegbereiter für den Sieg der Hamburger war eine Fehlerkette in der Kölner Hintermannschaft. Zunächst klärten die Innenverteidiger nicht, dann hielt Torwart Thomas Kessler einen harmlosen Schuss von Luca Waldschmidt nicht fest und Gideon Jung staubte ab (5.). Hamburg war nach der frühen Führung klar besser und kontrollierte das Spiel. Nach dem Seitenwechsel wurde Köln stärker. Es entwickelte sich ein offenes Spiel mit besten Torgelegenheiten auf beiden Seiten. Schließlich brachte ein Fehlpass von Pawel Olkowski die Entscheidung. Bobby Wood schnappte sich den Ball, spielte einen Doppelpass mit Jung, setzte sich im Laufduell gegen Frederik Sörensen durch und schob den Ball zum 2:0 ins Netz (75.).  

"Wir waren heute stabil, haben gut und diszipliniert gespielt", lobte Gisdol seine Mannschaft anschließend. "Es war eine ansprechende Leistung unserer Mannschaft. Ich bin sehr glücklich, dass wir in der nächsten Runde stehen."

Walldorf erst im Elfmeterschießen unterlegen

Deutschland DFB Pokal - Astoria Walldorf vs. Arminia Bielefeld (picture-alliance/dpa/U. Anspach)

Jubel und Erleichterung bei Arminia Bielefeld

Die Segel streichen musste dagegen der letzte im Wettbewerb verbliebene Amateurklub FC-Astoria Walldorf. Erst im Elfmeterschießen unterlagen die Walldorfer Arminia Bielefeld mit 4:5 (1:1, 1:1, 0:0). Bielefeld war in der 53. Minute durch einen schönen Schlenzer ins lange Eck von Tom Schütz in Führung gegangen. Der Ausgleich war kurios: Nach einem langen Einwurf in den Strafraum verlängerte Marcel Carl den Ball aus extrem spitzem Winkel und mit dem Rücken zum Tor per Kopf und traf (78.). Bielefelds Hintermannschaft hatte geschlafen. Im Elfmeterschießen verwandelte Stephan Salger als sechster Bielefelder Schütze den entscheidenden Schuss. Zuvor sah Bielefelds Keanu Staude die Gelb-Rote Karte (116.).

Eine historische Marke setzten die Walldorfer: Sie sind nun die erste Mannschaft der deutschen Fußballgeschichte, die von der Möglichkeit des vierten Spielerwechsels in der Verlängerung Gebrauch machte. Die neue Regel wurde im DFB-Pokal-Achtelfinale erstmals angewendet.

Am Mittwoch folgen vier weitere Achtelfinalspiele. Dann spielen die Sportfreunde Lotte gegen 1860 München. Der SV Sandhausen empfängt den FC Schalke 04. Außerdem trifft Borussia Dortmund auf Hertha BSC, Hannover 96 auf Eintracht Frankfurt.

Die wichtigsten Momente der Dienstagsspiele gibt es hier noch einmal zum Nachlesen im Liveticker.   

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